06.05.201918266 Ansichten

Roger Schawinski im Gespräch mit Jean Ziegler

Jean Ziegler ist der prominenteste Kapitalismuskritiker der Schweiz. Er kämpft gegen den Hunger auf der Welt, verteidigt aber Sozialisten wie Nicolás Maduro in Venezuela, die ihr Land ins Elend geführt haben. Wie geht das auf? Roger Schawinski fragt nach. In Venezuela spitzt sich der Konflikt zwischen Präsident Nicolás Maduro und Oppositionsführer Juan Guaidó zu. Seit Monaten wehrt sich das Volk in Demonstrationen gegen unhaltbare wirtschaftliche Zustände und die verheerende Lebensmittelknappheit im Land. Der Versuch Guaidós, den sozialistischen Regierungschef mithilfe des Militärs aus dem Amt zu putschen, ist vorerst misslungen. Stattdessen kam es erneut zu gewaltsamen Zusammenstössen der verfeindeten Lager. Maduros Rückhalt in der internationalen Staatengemeinschaft schwindet massiv. Die Schweiz hat offiziell nicht Stellung bezogen, beabsichtigt aber, in Caracas die Interessen der USA zu vertreten. In diesem politischen Klima ergreift nur eine namhafte Stimme im Land Partei für den amtierenden venezolanischen Machthaber: Jean Ziegler. «Maduro ist der legitime Präsident», sagt er. Und: «Guaidó muss verhaftet und vor ein Gericht gestellt werden.» Öffentliche Sympathiebekundungen für autoritäre Regierungen oder gar Diktatoren wurden dem Soziologen und emeritierten Professor der Universität Genf bereits in der Vergangenheit vorgeworfen. Fidel Castro, Muammar al-Gaddafi oder Robert Mugabe waren nur einige seiner Bekanntschaften. Verteidigt Ziegler mit Maduro auch Menschenrechtsverletzungen im Namen des Sozialismus? Wie geht der erfolgreiche Autor mit der Kritik um, er sei ein «ahnungsloser Linker»? Bei Schawinski liefert der 85-Jährige Antworten.

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