18.11.201913996 Ansichten

Roger Schawinski im Gespräch mit Jon Pult

Jon Pult gilt als einer der grössten Hoffnungsträger der SP. Als Nachfolger von Präsident Christian Levrat komme er aber gemäss eigenen Aussagen nicht in Frage. Bei Schawinski spricht er über seine Ziele und erklärt, wieso die SP nun eine Frau an der Spitze braucht.

Vor fast zwei Jahren bezeichnete Doyen Helmut Hubacher Jon Pult als «grösstes Talent» der Sozialdemokraten. Für das Parteipräsidium müsse er aber zuerst in den Nationalrat gewählt werden. Dies gelang Pult Ende Oktober. Mit knapp 18'000 Stimmen schaffte der Bündner im fünften Anlauf den Sprung ins Parlament. Doch eine Kandidatur als Nachfolger des abtretenden Christian Levrat ist für den 35-Jährigen trotzdem kein Thema. Die SP solle fortan von einer Frau geführt werden, liess er bereits kurz nach seiner Wahl ganz im Sinne der vorherrschenden Meinung innerhalb der Partei verlauten. Bedeutet das auch, dass er seine Ambitionen dauerhaft zurückstellt? Für die SP ist der Rücktritt Levrats die Fortsetzung eines bewegten Herbsts. Mit lediglich 16,8 Prozent Wähleranteil wurde Ende Oktober das schlechteste Resultat seit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1919 erreicht. Schlechte Vorzeichen also für den Start der nationalen Polit-Karriere von Jon Pult, genau 100 Jahre später. Welche Rezepte schweben dem redegewandten Bündner vor, um das schlingernde Schiff wieder auf Kurs zu bringen? Hat der joviale Stammtischgenosse womöglich ein Mittel, um die innerparteilichen Flügelkämpfe zu beenden? Als Präsident des Vereins Alpeninitiative hat Pult vor allem bei der Abstimmung über eine zweite Gotthardröhre bereits Spuren hinterlassen. Warum braucht es den Alpenschutz auch 25 Jahre nach dem Ja an der Urne noch? Roger Schawinski fragt nach.

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