16.10.202031451 Ansichten

Vreni Hüberli aus Ennetbühl SG (Staffel 14, Folge 4)

Dieses Mal reisen die Landfrauen zu Vreni Hüberli ins Toggenburg. Die Bäuerin lebt auf 1200 Meter über Meer, wo sie beim Bohnenpflücken für das Landfrauenessen einen atemberaubenden Ausblick auf den Säntis und die Churfirsten hat und wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen.

Anfang Woche ist der Stall noch leer. Die Kühe und Kälber sind auf der Alp. «Überifahre» will Vreni Hüberli, 50, mit ihrer Familie im Laufe der Woche. Alpabzug nennen das die Unterländer, die sich im Toggenburg Ende August am Klang der Schellen und am «Jodeln und Juizen» der Sennen erfreuen können. Brauchtum und Tradition sind Vreni und ihrem Mann Walter wichtig und werden nach alten Regeln gepflegt. Auch die vier erwachsenen Kinder helfen tatkräftig mit. Vreni hat den elterlichen Hof zusammen mit ihrem Mann Walter schon früh übernommen. Ihr Vater verunglückte tödlich, als sie 20 Jahre alt war. Es war eine schwierige Zeit für die ganze Familie und viel Verantwortung, die sich Vreni auf die Schultern lud. Umso glücklicher ist sie heute, wenn es allen in der Familie gut geht und sie ihre Liebsten um sich scharen kann. Vrenis Mutter und auch die Schwiegereltern helfen regelmässig im Betrieb mit. Milchwirtschaft, Aufzucht und die Produktion von Eiern sind die wichtigsten Standbeine der Familie. Seit zwei Jahren betreibt Vreni mit ihrer ältesten Tochter Daniela das «Obern Stöbli», wo man auf Anmeldung essen und im Holzpool baden kann. Für müde Wanderer gibt es auch ein Massenlager. Nach strenger Arbeit auf dem Hof entspannt sich die ganze Familie gern im heissen Quellwasser. Bei den Landfrauen will Vreni mit «Hackbraten à la Schwiegermutter» punkten. Das Rezept hat sie zur Hochzeit von Walters Mutter geschenkt bekommen. Der Hackbraten ist inzwischen zum Lieblingsgericht der ganzen Familie geworden. Dazu gibt es selbstgemachte Knöpfli und die Bohnen landen umwickelt mit Speck erntefrisch als Bohnenbündel auf dem Teller. Zur Vorspeise macht Vreni pikante Eierbrötchen und eine kleine Omelette, gefüllt mit Frischkäse und Mostbröckli. Dabei vergisst sie, dass eine der Landfrauen Vegetarierin ist. Prompt kommt die Omelette unangetastet zurück in die Küche. «365 Tage habe ich Fleischesser am Tisch. Keine Sekunde habe ich daran gedacht, dass ich für eine Landfrau nur Frischkäse auf die Omelette streichen sollte», sagt Vreni lachend und macht zackig weiter. Schafft sie es, beim Hauptgang ein rein vegetarisches Gericht zu servieren oder passiert ihr der gleiche Fehler ein zweites Mal?

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