40 Jahre seit dem schwersten Atomunfall
Vor 40 Jahren – am 26. April 1986 – explodiert gegen 1:23 Uhr nachts in der heutigen Ukraine ein Reaktor im Atomkraftwerk Tschernobyl. Es ist der schwerste Atomunfall in der Geschichte der Menschheit. Radioaktive Partikel erreichen ganz Europa, auch die Schweiz. In den kommenden Monaten werden immer mehr Liquidator:innen nach Tschernobyl geschickt – Personen, die zur Eindämmung der radioaktiven Strahlung eingesetzt werden. Angaben über deren Anzahl variieren von mehreren 100'000 bis zu insgesamt über einer Million. Die meisten von ihnen sterben oder erkranken aufgrund der Strahlenbelastung. Die Datenlage ist hier uneinheitlich und viele Nachweise fehlen. Die Aufarbeitung in Zeiten des Zusammenbruchs der Sowjetunion gestaltet sich schwierig. 18 Tage nach der Katastrophe richtet sich der damalige Präsident der Sowjetunion Michail Gorbatschow ans Volk und räumt eine mangelhafte Informationspolitik ein. Am 15. Dezember 2000 wird der letzte verbliebene Tschernobyl-Reaktor stillgelegt.