Die syrische Übergangsregierung drängt kurdische Truppen zurück
In Syrien sind wieder Kämpfe zwischen Truppen der syrischen Übergangsregierung und den kurdisch geführten SDF ausgebrochen. Die kurdischen Truppen wurden aus weiten, bisher autonom geführten Gebieten im Nordosten Syriens zurückgedrängt. Nach dem Sturz des ehemaligen syrischen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024 begannen Verhandlungen mit der neuen Übergangsregierung in Damaskus über die Zukunft der Region und eine mögliche Integration der SDF in die nationale Armee. Seit März letzten Jahres wechselten sich Verhandlungen und militärische Offensiven ab. Seit rund zehn Jahren haben die Kurden im Nordosten Syriens eine de facto autonome Verwaltungsstruktur aufgebaut, oft als «Rojava» bezeichnet. Die SDF kontrollierte ein Gebiet, das weit über die traditionell kurdischen Siedlungsgebiete hinausging. Als wichtiger Partner der USA im Kampf gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» konnten sie ihren Einflussbereich ausdehnen. Zuletzt haben die USA ihre Unterstützung der SDF allerdings zurückgefahren.