Erste Frau wird geistliches Oberhaupt der anglikanischen Kirche
Historischer Moment in der Kirchengeschichte: Mit dem Segen des britischen Königshauses ist Sarah Mullally als erste Frau in das Amt der Erzbischöfin von Canterbury eingesetzt worden. Mullally gilt als progressiv in Fragen der kirchlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Beziehungen, ist jedoch eine Gegnerin des geplanten Gesetzes zur aktiven Sterbehilfe der Labour-Regierung, das derzeit durch den Gesetzgebungsprozess im Parlament geht. Die 63-Jährige arbeitete früher als Pflegefachfrau für Krebspatienten, bevor sie eine Karriere in der Kirche einschlug. Seit 2018 war sie Bischöfin von London. Mullally folgt auf Justin Welby, der im November 2024 wegen seiner Rolle bei der verschleppten Aufarbeitung eines Missbrauchsskandals zurücktreten musste. Das Amt war daraufhin längere Zeit unbesetzt.