Dieses Video kann leider nicht abgespielt werden. Inhalte mit Geoblocking können nur in der Schweiz abgerufen werden.Geoblocking: Mehr Informationen
05.07.20204523 Ansichten

Klimawandel in der Kunst – Es gibt noch viel zu tun

Der Kulturbetrieb mit all seinen internationalen Events ist eine massive CO2-Schleuder. Die Frage, ob es nicht klimafreundlicher ginge, trieb viele Kunstschaffende um, schon bevor Corona alles zum Erliegen brachte. Doch Umweltkunst ist nicht unumstritten, denn sie selbst ist Teil des Problems.

Nicht nur grosse Schriftsteller wie Jonathan Safran Foer und Jonathan Franzen setzen sich mit dem Klimawandel auseinander, auch bildende Künstlerinnen und Künstler schlagen immer wieder Alarm: Olafur Eliasson liess vor der Tate Gallery of Modern Art in London grönländische Eisblöcke schmelzen, um auf die Umwelt aufmerksam zu machen. Den Goldenen Löwen der letzten Kunstbiennale in Venedig gewann eine Klimaoper aus Litauen. Für die kritische Performance zu globalem Tourismus und umweltpolitischer Gleichgültigkeit reisten allerdings viele Darstellerinnen und Darsteller Woche für Woche per Flugzeug an. Besonders der internationale Kunstbetrieb mit seinen Biennalen und Messen ist eine CO2-Schleuder sondergleichen. Die Kunstwelt hat ein Glaubwürdigkeitsproblem. Ist das nicht verlogen, wenn Künstlerinnen und Künstler in ihren Werken den Klimawandel thematisieren, dafür selbst aber dauernd um die Welt fliegen, energieintensive Technologien verwenden und so einen tiefschwarzen CO2-Fussabdruck hinterlassen? Im Film «Klimawandel in der Kunst» von Frauke Schlieckau diskutieren Künstlerinnen, Galeristen, Autorinnen und Kulturschaffende. Mit dabei sind Olafur Eliasson, Julius von Bismarck, Julian Charrière, Rugilė Barzdžiukaitė, Lina Lapelytè, Harald Welzer, Jonathan Safran Foer, Tino Sehgal, Jérôme Bel, Andreas Greiner und André Schlechtriem.

Mehr von Sternstunde Kunst

Mehr aus der Sendung

Auch interessant