04.10.202024078 Ansichten

Bernhard Schlink – Von Abschied und Neuanfang

Mit seinem Roman «Der Vorleser» erlangte der Schriftsteller Bernhard Schlink Weltruhm. Als Jurist hat er in Deutschland Rechtsgeschichte geschrieben. Sein Denken kreist um Recht und Moral – und darum, wie wir uns verändern, ohne uns zu verlieren.

Bernhard Schlink ist einer der bekanntesten Schriftsteller der Gegenwart – und hat zugleich als Spezialist für Öffentliches Recht die deutsche Bundesregierung bei Prozessen vor dem Verfassungsgericht vertreten. Nach dem Fall der Mauer war er Teil des «Runden Tischs», an dem für die Ex-DDR eine neue Verfassung ausgehandelt werden sollte. Beruflich wie privat war stets neues Umdenken gefragt. In seinem neusten Erzählband «Abschiedsfarben» geht Schlink nun der Frage nach, was einen Abschied zum Aufbruch werden lässt und wie Veränderung gelingt, auch wenn uns alte Muster prägen. Diese Frage stellt sich auch mit Blick auf unsere Gesellschaft. Schlink fürchtet eine umfassende Moralisierung als Reaktion auf tiefgreifende Verunsicherung. Auch als Gesellschaft gilt es, die Beweglichkeit im Umgang mit Traditionen nicht zu verlieren. Barbara Bleisch spricht mit Bernhard Schlink über das Verlassen ausgetretener Pfade, ohne den Boden unter den Füssen zu verlieren.

Mehr von Sternstunde Philosophie

Mehr aus der Sendung

Auch interessant