29.09.201914121 Ansichten

Charles Taylor: Die Suche nach der perfekten Gemeinschaft

Wie will der Mensch leben? Ist Vielfalt ein Geschenk oder eine Belastung? Sind Identitätsfragen politisch entscheidend? Fragen, denen Charles Taylor sein Leben widmet. Im Dialog mit Wolfram Eilenberger spricht er über Multikulturalismus, gefährdete Demokratien und die Macht der Religion.

Seit einem halben Jahrhundert zählt der Kanadier Charles Taylor zu den prägenden politischen Philosophen dieser Welt. Sein Konzept des Multikulturalismus wurde zum Leitbegriff ganzer Nationen. Tief im katholischen Glauben verankert, entwirft Taylor die Vision einer modernen Gemeinschaft, in der die Bewahrung des Eigenen ebenso bedeutsam ist wie die aktive Anerkennung kultureller Vielfalt. Eigentliches Zentrum seines Denkens ist die Frage nach der Identität: Wie finde ich als Individuum zum meiner eigenen Stimme? Und welche Rolle spielen dabei meine Mitmenschen? Was der Brexit mit der Romantik zu tun hat, warum nur gefährdete Demokratien wirklich lebendig sind und welcher Weg von Papst Franziskus zu Greta Thunberg führt, das alles erklärt Taylor im Gespräch mit Wolfram Eilenberger. Literatur: – Charles Taylor, «Die Quellen des Selbst». Suhrkamp, 1996; – Charles Taylor, «Multikulturalismus und die Politik der Anerkennung». Suhrkamp, 2009; und – Charles Taylor «Ein säkulares Zeitalter». Suhrkamp, 2012

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