22.03.202033855 Ansichten

Corona – Eine Mikrobe stellt unsere Stärke in Frage

Die Pandemie hat die Welt im Griff. Die moderne Gesellschaft, die alles im Griff zu haben meint, kollabiert vor einer Mikrobe. Dem Virus sind die Menschen egal, es hat es nicht auf sie abgesehen. Wie geht der Mensch mit dieser Kränkung um? Und wie bleibt man menschlich angesichts der Krise?

«An Viren zu sterben, ist voll Achtziger, der moderne Mitteleuropäer stirbt vorwiegend an seinen schlechten Gewohnheiten, die ihm irgendwann die Gefässe dichtmachen», schrieb Barbara Plagg, italienische Dozentin für Sozialmedizin, kürzlich in einem Blog. Die Coronakrise erschüttert die Gesellschaft in ihrem Fortschrittsglauben und ihrem Vertrauen in die Spitzenmedizin. Sie hat die Natur nicht mehr im Griff, sondern kann nur versuchen, auf Zeit zu spielen, sich einzuigeln, sich abzuschotten. Das Virus trifft die Menschheit damit auch im Urmenschlichen, nämlich im Bedürfnis nach Gemeinschaft. Wie wird die Gesellschaft die Krise bewältigen? Barbara Bleisch diskutiert mit dem Physiker und Philosophen Eduard Kaeser, mit der Medizinethikerin Tanja Krones und dem Journalisten und Philosophen Daniel Binswanger über den taumelnden Menschen in Zeiten der Unsicherheit.

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