13.10.201915561 Ansichten

Demos, Sitzblockaden, Ausschreitungen – Wo endet der zivile Ungehorsam?

Nach den Schüler-Protesten «Fridays for Future» kommt nun die Bewegung «Extinction Rebellion». Sie fordern in spektakulären Aktionen sofortige Massnahmen gegen den Klimawandel und rufen die ganze Gesellschaft zu zivilem Ungehorsam auf. Beginnt die Veränderung der Welt auf der Strasse?

Ziviler Ungehorsam hat eine lange Tradition. Grosse gesellschaftliche Veränderungen sind nicht selten über solche Bürgerproteste erkämpft worden – denken wir an den Widerstandskämpfer Gandhi, die griechische Antigone, den Aussteiger Henry David Thoreau oder an Rosa Parks, die mit ihrer Weigerung, ihren Sitzplatz einem weissen Fahrgast zu überlassen, der Bürgerrechtsbewegung in den USA zum Durchbruch verhalf. Doch heiligt der Zweck alle Mittel? Muss Protest gewaltfrei bleiben? Und wann wird Widerstand zur Pflicht, wie Bertold Brecht einst fragte? Der Sozialphilosoph Robin Celikates ist ein ausgewiesener Kenner des «Zivilen Ungehorsams». Er sieht in solchen sozialen Bewegungen eine Chance, Probleme auf den Tisch zu bringen, die von der Politik zu lange ignoriert wurden.

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