21.03.202119543 Ansichten

Imagineering oder: Wie wir Zukunft neu denken

Corona hat sämtliche Routinen gekappt – bis auf die Denkroutinen. Zwar kam über Nacht die ganze Welt zum Stillstand. Doch wenn es darum geht, aus der Krise zu lernen, verfallen wir schnell in ein «Weiter wie bisher». Wie lässt sich eine Zukunft denken, die mehr ist als Besitzstandwahrung?

Die Zukunft ist stillgelegt. Wer weiss schon, ob sich das Buchen von Ferien lohnt, das Sabbatical im Ausland stattfinden kann? Umso mehr hätten wir Zeit, uns Gedanken zu machen, wie wir zukünftig leben wollen. Nicht nur persönlich, sondern als Gesellschaft. Die Politökonomin Maja Göpel hat mit ihrem Buch «Unsere Welt neu denken» (2020) einen Bestseller gelandet. Das neu gegründete «New Institute», dem sie vorsteht, will denn auch genau dies: Ganz neu und anders denken. Die Wirtschaft umkrempeln, sodass die Natur nicht länger ausgebeutet wird. Ein neues Wir hervorbringen, das Grenzen überwindet und dennoch lokale Verwurzelung ermöglicht. Solche Träume entpuppen sich aber allzu oft als Schäume, wenn es ans konkrete Umsetzen geht. Das weiss auch der Kulturwissenschaftler Jörg Metelmann. Er fordert, dass wir stärker darüber nachdenken müssen, wie wir das Alte loslassen, bevor wir zum Neuen kommen können. Und er plädiert für «Imagineering», ein Konzept, das Walt Disney gross gemacht hat und das Fantasie und Umsetzungskraft verbindet. Barbara Bleisch blickt den beiden Zukunftsforschenden in die Karten.

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