19.12.201913329 Ansichten

Reichtum: Warum er fasziniert, warum er irritiert

Geld stinkt, sagen die einen und nennen Superreiche rücksichtslos. Dahinter stecke nur Neid, sagen die anderen und verweisen auf den massiven Steuerbeitrag der Reichen. Kurz vor Weihnachten, wo das Jesuskind auf kargem Stroh besungen wird, fragt Barbara Bleisch ihre Gäste: Wie reich darf man sein? Für den Philosophen Christian Neuhäuser ist Reichtum ein moralisches Problem: Jene, die weniger haben, seien vom kulturellen Leben oft ausgeschlossen, und die Reichen erkauften sich politische Macht und untergraben damit die Demokratie. Für den Ethiker Markus Huppenbauer ist demgegenüber Reichtum nicht grundsätzlich ein Problem, sondern nur dann, wenn das Vermögen beispielsweise durch Betrug oder Zwang erworbt wurde. Und Karin Stüber, Präsidentin der Mercedes Benz Automobil AG und selbst auf der Liste der 300 reichsten Schweizerinnen und Schweizer, glaubt, dass reiche Menschen unkompliziert und schnell da helfen können, wo der Staat keine Möglichkeit hat.

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