13.01.20199747 Ansichten

Sternstunde der Nacht: Was ist schon normal?

Sie werden verstohlen betrachtet oder gleich offen begafft: Menschen, die ganz anders aussehen und nicht dem entsprechen, was wir als «normal» definieren. Doch was heisst schon «normal»? Fällt die Vielfalt der Optimierung zum Opfer? Und warum fasziniert und irritiert uns das Andere?

Individualität wird in unserer Gesellschaft grossgeschrieben. Total normal gilt als spiessig. Dennoch haben wir genaue Vorstellungen davon, wie Menschen auszusehen haben. Abweichungen von der Norm irritieren: Menschen mit Ganzkörpertätowierungen oder körperlichen Behinderungen, Bodybuilderinnen, Übergewichtige. Wir stellen solche Menschen ins Zentrum unserer Sendung: Menschen, deren Körper weder normiert noch optimiert ist, anders als der gegenwärtige Trend es diktiert. Sie bereichern unsere Vielfalt, ob gewollt oder nicht. Sie erleben aber auch Voyeurismus und Diskriminierung, Tag für Tag. Wie ist das, wenn man permanent auffällt? Und was hiesse es, körperliche Vielfalt in unserer Gesellschaft zu integrieren? Zu Gast sind: * Raul Krauthausen, Sozialaktivist * Sandy Caracciolo, Körperkünstlerin * Tristan Eckert alias Dragqueen «Ennia Face» * Bertram Eisenhauer, Journalist und Autor * Svenja Goltermann, Historikerin * Jörg Scheller, Philosoph und Kunstwissenschaftler Mit ihnen diskutieren Barbara Bleisch und Yves Bossart im Kaufleutenklub Zürich. Spezialgast ist der Schriftsteller und Mundartperformer Pedro Lenz. Ein Zusammenschnitt der Sendung vom 27. Oktober 2018. DVD-Bestellung direkt: sternkopien@srf.ch

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