15.11.20208070 Ansichten

Triage – Darf man Menschenleben abwägen?

Das Corona-Virus bringt Schweizer Spitäler zunehmend an Kapazitätsgrenzen. Die Frage der «Triage» wird damit akut: Wem ist zu helfen, wenn nicht allen geholfen werden kann? Yves Bossart spricht mit dem Schweizer Philosophen Adriano Mannino über die moralischen Zwickmühlen rund um Covid-19.

Die Coronakrise wirft heikle moralische Fragen auf: Was darf ein Menschenleben kosten? Wer soll im Konfliktfall behandelt werden: die 30-jährige Mutter oder die 70-jährige Witwe? Diese Fragen müssen angesichts der zunehmenden Auslastung der Intensivstationen rasch beantwortet werden. Richtlinien für diese Triage gibt es, sie wurden vor kurzem angepasst. Aber sind sie richtig? Hat die Schweiz – auch im europäischen Vergleich – zu lange gezögert mit verschärften Massnahmen? Und wie sähe eine verantwortungsvolle Risiko- und Krisenethik aus? Darüber spricht Yves Bossart mit Adriano Mannino, Philosoph, Sozialunternehmer und Co-Autor des Buches «Covid-19: Was in der Krise zählt. Über Philosophie in Echtzeit».

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