02.05.20212391 Ansichten

«Das Universum braucht den Menschen nicht»

Die Physik hat Kathrin Altwegg bereits als Kind gepackt und seither nie mehr losgelassen. Im Gespräch mit Olivia Röllin erläutert sie, was es für sie als Astrophysikerin auch noch nach Jahrzehnten der Forschung bedeutet, als so kleines Wesen dem ganz Grossen gegenüberzustehen.

Der Erdmond ist der am besten erforschte Himmelskörper, allein schon wegen seiner Nähe zur Erde. Dass Ebbe und Flut von ihm abhängen, weiss jedes Kind. Dass der Mond aus dem Material unserer Erdkruste besteht, zeigt, wie wichtig er für die Entstehung menschlichen Lebens ist. Die Berner Astrophysikerin Kathrin Altwegg bezeichnet den Mond deshalb als wichtigen Zeitzeugen. Aber sie sieht natürlich noch viel mehr: Dass das Universum dynamisch ist, dass alles entsteht und auch vergeht. Und dass das Universum den Menschen nicht braucht. Und trotzdem: Der Mensch kann das All erforschen und sogar verstehen. Doch was bedeutet es, täglich die eigene Winzigkeit vorgeführt zu bekommen? Beginnt im Staunen über das Universum auch der Glaube an etwas Grösseres? Oder haben es Physiker vielleicht schwerer, an eine höhere Macht zu glauben? Olivia Röllin spricht mit Kathrin Altwegg in der Sternwarte Uecht in Niedermuhlern bei Bern. Diese Sendung ist eine Wiederholung vom 16. Juni 2019.

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