27.09.20201935 Ansichten

Glaube und Rituale am Spitalbett

Was tun beim Sterben? Beim Abschiednehmen, beim Ringen um Sinn und Halt? In Spitälern fordern kulturelle Vielfalt und individuelle Bedürfnisse alle Beteiligten heraus. Amira Hafner-Al Jabaji spricht mit der Ethikerin Susanne Brauer über die Kraft von Ritualen am Spitalbett.

Krankheit, Leid und Tod bringen Menschen an existenzielle Grenzen. Rituale können da für Patienten und Angehörige eine wichtige Brückenfunktion übernehmen. Eine letzte Ölung, eine Koranrezitation, eine Kerze, gemeinsames Singen, vertraute Gerüche, eine letzte Speisung. Die Vielfalt an religiösen und kulturellen Bräuchen wächst. Wie auch die Vielfalt der persönlichen Spiritualität. Sollen alle Bedürfnisse im Spitalalltag berücksichtigt werden? Wer soll die Rituale durchführen? Angehörige oder professionelle Seelsorger? Wie beeinflussen religiöse Überzeugungen medizinische Entscheidungen? Wo kommen sich Glaube und Medizin in die Quere und wo wirken sie gemeinsam zum Wohle des Menschen? Ist Glaube tatsächlich Voraussetzung, damit Rituale ihre Kraft entfalten? Und was tun all jene, die mit keinen Ritualen vertraut sind?

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