02.02.202022641 Ansichten

Kann denn Sex Sünde sein?

Das Verhältnis von Religion und Sexualität ist seit Jahrhunderten ambivalent: Da gibt es die gottgewollte Vereinigung von Mann und Frau zwecks Fortpflanzung im Rahmen der Ehe. Dort die unterdrückten Triebe und Körperfeindlichkeit. Wie lustfeindlich oder lustfreundlich sind die Religionen?

Erotik und Religion – das ist ein schillerndes Paar. Was in der religiösen Mystik angestrebt wird, ist in der profanen Welt schambehaftet und vordergründig kaum in Übereinstimmung zu bringen. So werden Lust und Leidenschaft immer wieder als unberechenbare Grössen gesehen, die es zu kontrollieren und zu zügeln gilt, zu Gunsten religiösen Heils. Schon in jungen Jahren sollen Gläubige mit zahlreichen Geboten und Verboten rund um die Entdeckung des eigenen Körpers und der Sexualität auf die richtige Bahn geleitet werden. Doch was ist «gute» Sexualität? Welche Sexualmoral vertreten die Religionen und welche Folgen hat diese in einer säkularisierten Umgebung? Wer darf Aufklärung leisten und wie aufgeklärt sind die Gläubigen? Und weshalb ist eigentlich Jungfräulichkeit so zentral? Olivia Röllin im Gespräch mit dem islamischen Theologen Ali Ghandour, der katholischen Theologin Jacqueline Straub und der Sexual- und Psychotherapeutin Dania Schiftan.

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