21.03.20218336 Ansichten

Milo Rau – Zwischen Marx und der Passion Christi

Milo Rau ist Theaterregisseur, Filmemacher und Aktivist. In seinen Arbeiten prangert er immer wieder ausbeuterische Verhältnisse an. Sein neuestes Werk, der Kinofilm «Das Neue Evangelium», zeigt die Passion Christi und verbindet sie mit dem Flüchtlingselend in Süditalien.

Bereits zwei Jesus-FiIme wurden im süditalienischen Matera gedreht: In den 60er-Jahren von Pier Paolo Pasolini, 2004 von Mel Gibson. Nun hat auch Milo Rau dort eine Passionsgeschichte realisiert. Jesus und die Apostel werden von Geflüchteten aus Afrika gespielt, die unter prekären Verhältnissen als Erntehelfer arbeiten. Geschickt verwebt Milo Rau ihre miserablen Lebensbedingungen mit der Passionsgeschichte. Entstanden ist eine radikale Neuinterpretation, eine Mischung aus Fiktion, Dokumentation und politischem Aktivismus. Doch weshalb braucht es heute ein neues Evangelium? Was predigt Milo Raus’ Jesus? Und wie hat die Auseinandersetzung mit den Evangelien den Marxisten Rau geprägt? Olivia Röllin fragt nach.

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