18.04.20219642 Ansichten

Niklaus Brantschen und das grosse Schweigen

Zuerst war er Jesuit, dann entdeckte Niklaus Brantschen in Japan den Zen-Buddhismus. Seither verbindet der aus dem Wallis stammende Pater Spiritualität aus West und Ost. Was für manche wie ein Widerspruch klingt, ist für ihn eine Ergänzung. Ein Gespräch über das Schweigen und über die Stille.

Stille ist nicht nur das Gegenteil von Lärm, sondern kann auch das Gegenteil von Einsamkeit sein, sagt der Jesuit und Zen-Meister Niklaus Brantschen. 1937 in Randa im Mattertal geboren, entschliesst sich der Sohn eines Bergführers früh für den Jesuitenorden, studiert erst in Deutschland, dann in Japan, wo er den Zen-Buddhismus kennenlernt. Seit über 50 Jahren verbindet er westliche und östliche Spiritualität. Darin sieht er weder Konkurrenz noch Widerspruch, sondern eine wunderbare Ergänzung. Eine Ergänzung, die er gerne auch weitergibt, nämlich im Lassalle-Haus in Edlibach (ZG). Dort lehrt er, der Meister im Schweigen, mehrere Wochen im Jahr die stille Einkehr. Und er weiss, wie die Stille hinter der Stille aussieht – nämlich gross. Ein Gespräch über Stille, Einsamkeit und warum man im Vorteil ist, wenn man Tagebuch schreibt.

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