04.10.20205213 Ansichten

Spirituelle Wege - Sehnsuchtsort Ostschweiz (2/3): Vom Bodensee bis in den Alpstein

Von Bären, Pendlern und der heiligen Wiborada. Die Ostschweiz ist ein spannender Kulturraum und ein Eldorado für Naturheilerinnen. Norbert Bischofberger ist wieder unterwegs und wandert vom Bodensee in den Alpstein.

In St. Gallen befragt Bischofberger den Biologen und Bärenflüsterer David Bittner zur Legende von Gallus und dem Bären. Mit Bischof Markus Büchel teilt er Erinnerungen aus früheren Zeiten, als Bischofberger Messdiener und Büchel Vikar war. Er erfährt, warum die heilige Wiborada den St. Galler Klosterschatz gerettet hat. Im Appenzellischen wird er vom Heiler Beda Rechsteiner in die Kunst des Pendelns eingeführt, und im Kloster «Leiden Christi» lernt er von Kapuzinerinnen, wie Gebete und Kräuter heilen können. Schliesslich lässt er sich im Alpstein vom Klang des Alpsegens betören, gesungen von der Sennerin Mina Inauen. Eine Reportage von Denise Chervet. Traditionen bleiben nicht stehen, sie verändern sich und passen sich an. Einst wanderten die irischen Mönche Gallus und Columban durch die Ostschweiz und verbreiteten das Christentum als neue Heilslehre. Diese verband sich mit älterem Wissen, etwa jenem über die Heilkraft von Pflanzen und Musik. Heidnische und christliche Rituale haben sich in die unterschiedlichsten Richtungen weiterentwickelt, etwa durch den Arzt und Naturphilosophen Paracelsus oder durch den Arzt Franz Anton Mesmer. Heute ist die Ostschweiz eine wunderbare Wandergegend, ein hochspannender Kulturraum und ein Eldorado für Naturheilerinnen und Heiler.

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