11.10.20205886 Ansichten

Spirituelle Wege - Sehnsuchtsort Ostschweiz (3/3): Vom Alpstein bis nach Einsiedeln

In der dritten Folge wandert Norbert Bischofberger vom Alpstein bis nach Einsiedeln. An einem Bergsee entdeckt er eine Geschichte der Sagenerzählerin Rita Breu und lässt sich von einem geheimnisvollen Gebetsheiler in seine Heilkunst einführen.

Mit dem Komponisten Peter Roth und der Bäuerin Annelis Huber-Ammann lauscht Norbert Bischofberger der Klangwelt des Toggenburgs und spürt der heilenden Kraft des Naturjodels nach. Über den Jakobsweg gelangt er nach Rapperswil und auf den Etzel, zum Geburtshaus von Paracelsus. Bruder Gerold aus dem Kloster Einsiedeln weiss, dass Paracelsus nicht nur als Arzt, sondern auch als Theologe ein wichtiger Querdenker war. Die Reise endet in Einsiedeln bei der Schwarzen Madonna, die von vielen Pilgerinnen und Gläubigen als heilende Vermittlerin zu Jesus verehrt wird. Eine Reportage von Frank Senn. Traditionen bleiben nicht stehen, sie verändern sich und passen sich an. Einst wanderten die irischen Mönche Gallus und Columban durch die Ostschweiz und verbreiteten das Christentum als neue Heilslehre. Diese verband sich mit älterem Wissen, etwa jenem über die Heilkraft von Pflanzen und Musik. Heidnische und christliche Rituale haben sich in die unterschiedlichsten Richtungen weiterentwickelt, etwa durch den Arzt und Naturphilosophen Paracelsus oder durch den Arzt Franz Anton Mesmer. Heute ist die Ostschweiz eine wunderbare Wandergegend, ein hochspannender Kulturraum und ein Eldorado für Naturheilerinnen und -heiler.

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