01.03.20206314 Ansichten

Streitfrage assistierter Suizid: Seelsorge für Sterbewillige?

Viele Schwerkranke und Menschen mit chronischen Leiden gehen in der Schweiz mit Hilfe einer Sterbehilfeorganisation aus dem Leben. Wie stellen sich Kirchen und Religionsgemeinschaften zum begleiteten Suizid? Hochumstritten ist der begleitete Suizid in der Gesellschaft. Die Einen pochen auf das Recht auf Selbstbestimmung und die Verkürzung von unerträglichem Leid, die Anderen betonen die Lebensbejahung und warnen vor sozialem und ökonomischem Druck auf Menschen, die von Pflege abhängiger sind. Religionsgemeinschaften und Kirchen sind gefordert, Stellung zu beziehen. Nach jüdischem wie christlichem Verständnis gilt das Leben als Teil der Schöpfung und die Selbsttötung als Sünde. Lebensschutz und Unverfügbarkeit des menschlichen Lebens haben in allen religiösen Traditionen einen hohen Stellenwert. Einig ist man sich aus christlicher Sicht, dass die palliative Betreuung für Menschen mit unheilbaren Krankheiten und starken Leiden verstärkt werden muss. Doch für Weihbischof Marian Eleganti muss die Seelsorge vor dem Sterbezimmer Halt machen. Die reformierte Pfarrerin Sibylle Forrer hingegen findet, im Einzelfall müssten die Sterbewilligen bis zum Schluss begleitet werden. Im Streitgespräch mit dabei sind auch die jüdische Theologin Annette Böckler und die Exit-Präsidentin Marion Schafroth.

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