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26.12.20191951 Ansichten

Wohin mit dem Kreuz?

«Im Namen Gottes des Allmächtigen!» So beginnt die Bundesverfassung der Eidgenossenschaft. Kirchen und christliche Zeichen prägen den öffentlichen Raum, und auf den Berggipfeln stehen zahllose Kreuze. Doch die religiöse Landschaft verändert sich. Eine Reise ins Landesinnere.

Immer mehr Kirchen bleiben leer, viele Menschen suchen Halt in anderen Heilsystemen, widmen sich dem Sport, praktizieren Yoga oder meditieren. In vielen Gebieten hat die Religion ihre normative Kraft für das Individuum und die Gesellschaft eingebüsst. Doch wenn das Christentum nicht mehr lebensbestimmend ist – was tritt an diese Leerstelle? Verwandeln wir uns in religiöse Analphabeten? Verschwindet die Sehnsucht nach Transzendenz? Der Dokumentarfilmer Alain Godet porträtiert Menschen und Orte, bei denen diese Bruchzonen sichtbar werden. Da ist zum Beispiel der Appenzeller Künstler aus Shanghai, der auf einem Berggipfel eine vom Islam inspirierte Mondsichel montiert. Oder der pensionierte Paul Furrer aus Erstfeld, der auf seinem eigenen Land eine kleine Kapelle baute. Jetzt muss er sie wieder abreissen, weil sie ausserhalb der Bauzone steht. Im bernischen Niederbipp bietet ein reformierter Pfarrer «Metal-Gottesdienste» an. Auch die junge Pfarrerin Sabrina Müller sucht nach frischen Formen des Christentums und glaubt wie CVP-Parteipräsident Gerhard Pfister an das Weiterbestehen von vielleicht kleineren, aber engagierteren Kirchgemeinden.

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