29.06.20198577 Ansichten

Zurück zu einer beseelten Natur?

Alles, was lebt, kann fühlen und leiden: Was indigene Völker seit je leben, findet zunehmend Eingang in die Wissenschaft. Wir müssen uns – auch zur Rettung des Klimas – wieder darauf besinnen, sagen der Philosoph Andreas Weber, der Forstingenieur Ernst Zürcher und die Schamanin Saskia Middendorp. Die Plastikberge wachsen, die Gletscher schmelzen, Bäume und Wälder sind bedroht. Was es braucht, um dieser fatalen Entwicklung entgegenzusteuern, ist ein radikal neues Verhältnis zur Natur – und ihrer Seele. Eine Gegenseitigkeit zwischen allen Wesen tue not, so Andreas Weber. Die Anerkennung des Waldes als Gesamtorganismus, bestehend aus unzähligen Lebewesen, die allesamt fühlen können und in konstanter Kommunikation miteinander stehen, sei ein Schlüssel für ein neues Weltbild, ist sich auch Ernst Zürcher sicher. Und die Schamanin Saskia Middendorp ist überzeugt, dass jeder Mensch die Trennung zwischen der sichtbaren und energetischen Welt überwinden kann. Doch wie können wir uns wieder in die Natur eingliedern? Wie kommunizieren Bäume untereinander und mit uns Menschen? Worin gleichen sich Mensch und Pflanzen? Haben Pflanzen ein Bewusstsein? Und wenn ja, wie äussert sich das? Was können wir von den Pflanzen lernen? Olivia Röllin sucht mit dem Forstingenieur Ernst Zürcher und der Schamanin Saskia Middendorp in der Verenaschlucht bei Solothurn und im anschliessenden Studiogespräch mit dem Philosophen und Biologen Andreas Weber nach Antworten. Literatur: Andreas Weber: «Indigenialität». Nicolai Publishing, 2018 Ernst Zürcher: «Die Bäume und das Unsichtbare». AT Verlag, 2016

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