28.02.202139958 Ansichten

Schoggiläbe

Die Ermordung eines Unternehmers löst einen Machtkampf um dessen Nachfolge aus. Der Hauptverdächtige und eine Zeugin sind spurlos verschwunden. Kommissarin Grandjean will weg aus Zürich. Auch weil sie sich nicht auf Kollegin Ott verlassen kann. Als es hart auf hart kommt, behält Grandjean leider recht.

In einer stylischen Villa wird Unternehmer Hans-Konrad Chevalier tot aufgefunden – erschlagen und erschossen. Die brutale Tat deutet auf ein Beziehungsdelikt hin. Der Ermordete leitete die renommierte Chocolat Chevalier – gemeinsam mit seiner Tochter Claire. Der Mordfall führt Tessa Ott zurück in ihr Herkunftsmilieu, den noblen Zürichberg. In dieser Gegend könnten alle ein glückliches «Schoggiläbe» (Schokoladenleben) führen. Doch dem ist nicht so. Offenbar war der Firmenchef Chevalier depressiv und suizidal – auch wegen seiner Homosexualität, die von der Familie nie akzeptiert wurde. Seine Mutter Mathilde hielt ebenfalls nie viel von ihrem schwulen Sohn. Sie drängt sich nach dessen Ermordung zurück an die Unternehmensspitze. Vorbei an Enkelin Claire, die Tag und Nacht in der Firma malocht und die Nachfolge ihres Vaters antreten will. Doch die Firma schreibt schon seit längerer Zeit rote Zahlen. Claires dubioser Verlobter nützt die verfahrene Situation aus. Gleichzeitig lässt Claire ein konfliktträchtiges Testament ihres Vaters verschwinden. Den Kommissarinnen wird klar: Bei Chocolat Chevalier tobt ein Machtkampf. War der ermordete Patron dessen erstes Opfer? Die Ermittlungen im Mordfall gestalten sich schwierig, weil gleich zwei unmittelbar Beteiligte spurlos verschwunden sind. Zum einen ist es die Haushälterin Esmeralda Rivera, die mit ihrem Kind untergetaucht ist. Für Tessa und Isabelle wird schnell klar: Sie muss die Ermordung mitgekriegt haben. Doch Esmeralda will auf keinen Fall mit der Polizei kooperieren – als Sans Papier droht ihr die Ausschaffung. Tessa hat eine Idee, wie sie Esmeralda zum Reden bringen kann. Dafür sucht sie die Unterstützung ihrer einflussreichen Mutter. Isabelle Grandjean jagt unterdessen ein Phantom. Der geheimnisvolle Mann ist mit der Mordwaffe unterwegs und muss am Tatort gewesen sein. Später tauchte der Verdächtige in einer Hotelsuite auf, leerte die Minibar, um gleich alles wieder auszukotzen. Für Isabelle ein deutliches Indiz: Der Verdächtige steht unter hohem Druck und ist entsprechend gefährlich. Unter Druck steht auch Isabelle Grandjean. Sie will weg aus Zürich. Bei einer Beförderung, die ihr zusteht, wird sie übergangen. Ausserdem vermisst sie ihren Sohn und will ihm wieder näherkommen. Und sie traut ihrer neuen Partnerin Tessa Ott nicht, hält sie für unprofessionell und überfordert. In einem entscheidenden Moment kriegt Isabelle leider recht. Als sie sich Auge in Auge mit dem Hauptverdächtigen sieht und dringend auf die Hilfe von Tessa angewiesen wäre, versagt diese. Isabelle realisiert: Sie kann sich nicht auf die Profilerin verlassen.

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