18.10.202073645 Ansichten

Tatort - Züri brännt

Zwei ungleiche Kommissarinnen müssen sich für die Lösung eines mysteriösen Mordfalles zusammenraufen. Die Ermittlungen führen die Frauen zurück in das bewegte Zürich der 80er Jahre. Dabei stochern die Polizistinnen bei den Verdächtigen schonungslos in alten Wunden, reissen diese wieder auf.

An ihrem ersten Arbeitstag wird die Profilerin Teresa Ott gleich ins kalte Wasser geschmissen: Beim Zürichsee wurde eine Brandleiche mit Kopfschusswunde gefunden. Am Tatort wird Ott von ihrer neuen Kollegin Isabelle Grandjean frostig begrüsst - die welsche Polizistin ist sich sicher, dass die unerfahrene Ott die Stelle nur dank Vitamin B gekriegt hat. Denn die junge Kollegin stammt aus einer alteingesessenen Zürcher Familie und scheint jeden zu kennen. Widerwillig bezieht Grandjean die Profilerin in die Ermittlungen ein. Sie merkt aber bald, dass Ott zwar wenig Praxiserfahrung hat, dies aber durch Hartnäckigkeit und analytischen Verstand wettmacht. Und so unterschiedlich die beiden Frauen sind, so ideal ergänzen sie sich in den Mordermittlungen. Die sind hochkomplex. So scheint es fast unmöglich zu sein, die Identität der Brandleiche herauszufinden. Deren buddhistisches Rücken-Tattoo und das Kärtchen einer Psychotherapie in der Tasche bringen die Ermittlerinnen doch einen Schritt weiter und führen sie zurück in das bewegte Zürich der 80er Jahre. In die Zeit der Opernhauskrawalle als es harte Fronten zwischen Polizei und der Jugendbewegung gab. Und was vor vierzig Jahren geschah, hatte jetzt mörderische Konsequenzen. So besteht die Schar der Verdächtigen fast ausschliesslich aus Exponentinnen der Bewegung, die jetzt im Pensionsalter stehen. Darunter eine engagierte Punkmusikerin, ein kaltschnäuziger Journalist oder ein Eigenbrötler, der nie über tragische Ereignisse von damals hinwegkam. Auch ein drogenabhängiger Freund von Teresa Ott gerät in die Verdächtigenschar und verdeutlicht vor allem eines: Zürich mag zwar die grösste Stadt der Schweiz sein, ist aber auch ein Dorf. Akribisch fügen Grandjean und Ott ihr Ermittlungspuzzle zusammen, kriegen so ein genaueres Bild. Doch als beim Abschiedsapéro für den scheidenden Polizeikommandanten grausliche Kurirerpost eintrifft, wird der Fall in eine neue Dimension katapultiert. Und statt einem, sind die Kommissarinnen plötzlich mit mehreren Mordopfern konfrontiert.

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