29.11.201818100 Ansichten

Buddhismus

Was passiert, wenn Menschen aus den vier schweizweit relevantesten Glaubensrichtungen und der Nichtreligion Atheismus zusammen eine WG auf Zeit gründen? Ein Christ, eine Muslimin, ein Jude, eine Buddhistin und ein Atheist erproben das interreligiöse Zusammenleben in «WG der Religionen».

Schweizer Radio und Fernsehen startet mit «WG der Religionen» ein TV-Experiment in vier Episoden. Ein Christ, eine Muslimin, ein Jude, eine Buddhistin und ein Atheist leben während rund drei Wochen in einer Wohngemeinschaft. Ihre Aufgabe: Den Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern die Faszination ihrer persönlichen Überzeugungen zu vermitteln. Die gemeinsame Reise führt die interreligiöse WG in Klöster, Synagogen, Moscheen und Tempel der Schweiz. Die Protagonistinnen und Protagonisten diskutieren über Terrorismus, die Rolle der Frau, Beschneidungen, Homosexualität und Kopftücher – mit Neugier und Offenheit, aber durchaus auch kritisch. In der ersten Folge nimmt Zen-Buddhistin Dagmar ihre Mitbewohner mit auf eine Reise in ihren Buddhismus. Gemeinsam geht es ins Haus Tao im Appenzell, wo Dagmar als buddhistische Lehrerin lebt und arbeitet. Sie tauchen ein in eine exotische Welt aus Ritualen, Meditation und Stille. Diskutiert wird dort aber auch das Thema Religion und Gewalt. Der Atheist Thomas fragt nach, was der friedliche Buddhismus, wie er ihn im Haus Tao erlebt hat, mit dem Buddhismus zu tun hat, unter dessen Namen in Myanmar gewalttätige Ausschreitungen gegen Minderheiten erfolgen. Eine Einzelperson kann niemals repräsentativ für eine gesamte Religion stehen. Dennoch lässt sich in der «WG der Religionen» beobachten, was sich verändert, wenn Angehörige verschiedenster Glaubensrichtungen die Bereitschaft mitbringen, sich ihren Vorurteilen zu stellen und sich offen auf Fremdes und Ungewohntes einzulassen. Nicht nur die Protagonisten können sich den fremden Religionen annähern, auch interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer können sich Klarheit verschaffen: Während und nach der Sendung wird ein Chat aufgeschaltet, in dem ein Vertreter der jeweiligen Religion sowie Religionswissenschaftler der Universität Zürich Fragen beantworten. In enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Religionswissenschaften an der Universität Zürich sind Hintergrundartikel zu den Sendungen unter srf.ch/wgderreligionen verfügbar. Frau Prof. Dr. Lüddeckens kommentiert webexklusiv einen Brennpunkt pro Sendung aus religionswissenschaftlicher Sicht.

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