Das Dada-Prinzip in der Wissenschaft

Dada rebellierte gegen die Konventionen und erhob den Zufall zum schöpferischen Prinzip. Die Kunstbewegung Dada, welche 1916 in Zürich entstand, steht für den totalen Zweifel an allem. Aber auch für die kindlich naive Neugier und die Suche nach immer neuen Formen. «Einstein» erklärt, wo die Denkweise der Dadaisten vor 100 Jahren im heutigen Wissenschaftsbetrieb Niederschlag findet. Wie führen dadaistische Herangehensweisen wie das Sprengen von Normen und der gezielte Zufall zu wissenschaftlicher Erkenntnis? Und wie künstlerisch ist eigentlich Forschung?

Beiträge

  • Zufall: Innovationstreiber der Wissenschaft

    Zufälle spielen bei wissenschaftlichen Entdeckungen eine zentrale Rolle. Forschung enthält das Ungewisse. Wer in unbekanntes Terrain vorstösst, kann noch nicht wissen, was er künftig wissen wird. Viele wichtige Entdeckungen und Erfindungen basieren auf Zufall - von der Entdeckung Amerikas über das Penicilin bis zu den Röntgenstrahlen. Doch um ihn zu erkennen braucht es einen vorbereiteten Geist.

  • Der Wissenschafts-Rebell: Bio-Hacker Marc Dusseiller

    Marc Dusseiller hat seine erfolgreiche Forscherkarriere hingeschmissen und ist Biohacker geworden. Er experimentiert in seinem Heimlabor, verbindet Wissenschaft und Kunst und will damit die breite Masse für die Biologie begeistern. Der Querdenker bewegt sich zwischen Anarchismus, Kunst und Wissenschaft. «Einstein» zeigt in einem Portrait wie der Biohacker Würste zum Leuchten bringt und gibt Einblick in die noch junge Bewegung der „do it yourself“-Biologie.

  • Kinder als Forscher

    Kinder erkunden ständig ihre Umgebung und bilden sich intuitiv Theorien und Vermutungen über ihre Umwelt. Neuste Forschung zeigt, dass sie bereits im Vorschulalter dabei sehr rational, ja wissenschaftlich vorgehen. Dieses analytische Denken wird gefördert, je mehr die Kinder selber forschen und entdecken statt fertige Lösungen präsentiert zu bekommen. Doch welche Prozesse des wissenschaftlichen Denkens sind bei Kindern ähnlich wie bei Forschern. Und was kann die Forschung von ihnen lernen?

  • Die getanzte Doktorarbeit

    Dadaisten störten sich daran, dass die Wissenschaft elitär war, fern von jeglicher Verständlichkeit und Sinnlichkeit. Auch heute ist die Forschung für Laien meist unverständlich: Resultate verschwinden in Fachjournalen und bleiben für eine breite Öffentlichkeit unerkannt. Könnte bei der Publikation eine Prise Humor, Poesie ja sogar Rhythmik abhelfen? Eine Politologin hat es ausprobiert und damit für Schlagzeilen gesorgt: Sie hat ihre Dissertation getanzt. «Einstein» zeigt den Doktortanz und fragt nach, welche Rolle solche unorthodoxen Kommunikationsformen in der Wissenschaft heute spielen.