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Sicherheit beim ABC-Schutz Risse in Gebäuden: Labor Spiez muss renoviert werden

Die Gebäude des Labors Spiez müssen renoviert werden, weil sie nicht mehr allen Sicherheitsansprüchen genügen.

Das Labor Spiez ist eine der geheimnisvollsten Einrichtungen der Eidgenossenschaft. Gefährliche Viren und Krankheitserreger werden hier gelagert und erforscht. Das Labor beschäftigt sich im Auftrag des Bundes mit atomaren, biologischen und chemischen Bedrohungen.

Dafür muss es hohen Sicherheitsanforderungen genügen. Das ist bei den Gebäuden, in denen das Labor untergebracht ist, nicht mehr der Fall. Sie müssen umfassend renoviert werden.

So soll das Labor Spiez in Zukunft aussehen:

Bauarbeiten sind im Hauptgebäude und in zwei angrenzenden Anlagen vorgesehen. «Im neuen Gebäude wird es möglich sein, die Büros der Verwaltung und die Labore sauber zu trennen», sagt Christian Arioli, Mitglied der Direktion des Labors Spiez, dem Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS). «Wir werden die Labore modularer betreiben können. Sie werden alle gleich ausgestattet sein, damit ihre Nutzung einfacher den Bedürfnissen angepasst werden kann.»

«Altersbedingte Ermüdung»

Gewisse Gebäude müssen von Grund auf neu gebaut werden. Etwa dasjenige, in dem mechanische Tests mit Druckwellen nuklearer Explosionen durchgeführt werden. Es weist Risse auf und entspricht nicht mehr den Normen für die Durchführung solcher Experimente.

«Hier sehen Sie die altersbedingten Ermüdungserscheinungen des Gebäudes», erläutert Arioli und zeigt auf die Risse in der Fassade. «Diese Gebäude stammen aus den 30er- und den 80er-Jahren. Sie entsprechen nicht mehr den Anforderungen für die Sicherheit und einen wissenschaftlich fundierten Betrieb.»

Das gilt besonders auch für das Stosswellenrohr, in dem die Widerstandsfähigkeit von Materialien getestet wird. Unter anderem lassen dort Hersteller von Luftfiltern für Bunker ihre Produkte zertifizieren. An den Decken gewisser Räume sind Löcher sichtbar, die von früheren Experimenten stammen.

Das Ziel der Renovationsarbeiten sei, «weiterhin den atomaren, biologischen und chemischen Schutz der Schweiz und auf internationaler Ebene gewährleisten zu können», betont Arioli. Keine Renovation braucht es im bekannten biologischen Sicherheitslabor P4, das weniger alt ist.

RTS, 19h30, 29.7.2026, 19:30 Uhr

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