- US-Präsident Donald Trump hat die Schweiz erneut als Beispiel hinter der Logik seiner Zollpolitik genannt.
- So sagte er in einem Interview mit dem Sender Fox Business: Der Schweizer Wohlstand basiere massgeblich darauf, dass die USA sich «ausnehmen» liessen.
- Zwar bezeichnete Trump die Schweiz als «ultra perfektes» Land, betonte jedoch, dass das nur möglich sei, weil die USA dies zuliessen.
Er könne 40 weitere Länder nennen, bei denen dies auch der Fall sei, sagte Trump weiter. Einmal mehr kritisierte er das Handelsdefizit von 40 Milliarden Dollar – und einmal mehr äusserte er sich auch über das Telefongespräch mit der damaligen Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter vergangenen Sommer. Er glaube, er habe mit der «Premierministerin» gesprochen.
Viele Firmen, die die Zölle nicht bezahlen wollten, hätten seither ihre Produktion in die USA verlagert, sagte Trump im Interview mit Fox Business. Die Schweizer Konzerne Roche und Novartis etwa wollen in den USA Milliarden in neue Werke investieren. Die Investitionen sind Teil des mit der Trump-Regierung im November erzielten Zolldeals, der auch 200 Milliarden Dollar an Investitionen von Schweizer Firmen in den USA vorsieht. Im Gegenzug soll der US-Zoll auf zahlreiche Schweizer Güter von 39 Prozent auf 15 Prozent gesenkt werden.
Am WEF sagte der US-Präsident dazu, er habe den Zollsatz gesenkt, weil er den Menschen in der Schweiz nicht schaden wolle. Auf eine damalige Nachfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA teilte das Eidgenössische Finanzdepartement unter der Leitung von Keller-Sutter mit, es gehe davon aus, dass die Schweizer Bevölkerung Trumps Rede richtig einordnen werde.