Jürg Randegger: «Ich wollte auf keinen Fall ein Rotstift-Revival»

Kaum ein Schweizer kennt sie nicht, die legendären Nummern des Cabaret Rotstift. 13 Jahre nachdem sich die Truppe aufgelöst hat, kehrt jetzt ein Rotstift zurück: Jürg Randegger. Doch «Rotstift Reloaded» ist ein ganz neues Stück - mit einem 80-jährigen Rotstift, der den Tattergreis nur spielt.

Zwei Männer auf der Bühne Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Christian J. Jenny ist mit den Rotstift-Sketchen aufgewachsen. Jürg Randegger musste erst überzeugt werden. zvg/Matthias Heyde

Wer kennt sie nicht, die legendären Sketches des Cabaret Rotstift. Den zackigen Deutschen am Skilift. Den Spruch «Wäge dem gaht doch d Wält nöd under». Vor 13 Jahren hat sich das Cabaret von der Bühne verabschiedet. Und Kulturproduzent Christian J. Jenny musste lange weibeln, bis er den ehemaligen Rotstift Jürg Randegger von seinem neuen Stück «Rotstift Reloaded» überzeugen konnte.

«Ich han dänkt, de isch nöd ganz bache», erinnert sich Jürg Randegger. Doch Jenny liess nicht locker - und nun steht Jürg Randegger mit 80 wieder auf der Bühne. Und spielt sich selbst - als Tattergreis. «Das macht Spass», betont Jürg Randegger, der abseits der Bühne noch fit ist.

Ausschlaggebend für sein Ja zu «Rotstift Reloaded» sei gewesen, dass nicht einfach die alten Nummern nachgespielt werden. «Ich wollte auf keinen Fall ein Rotstift Revival.» Und dies, obwohl die alten Sketche auch heute noch viele begeistern.

«  Mich erstaunt es selber, dass die Nummern auch heute noch funktionieren.  »

Jürg Randegger
Mitglied des Cabaret Rotstift

Jürg Randegger wertet den Erfolg, den die Sketches auch heute noch haben, als ein Zeichen, «dass wir schon damals gute Nummern gespielt haben - und zwar nicht nur Schenkelklopfer, sondern auch Tiefgründiges».