Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Abstimmung Kanton Bern Kunstmuseum Bern: Erneuerung ja oder nein?

Das Berner Kunstmuseum ist marode. Nun stellen die Stimmberechtigten die Weichen für das 147-Millionen-Franken-Projekt.

Das Kunstmuseum in Bern ist in die Jahre gekommen. Nun soll das Erneuerungsprojekt «Eiger» Abhilfe schaffen.

Am 14. Juni stimmt der Kanton über einen Projektierungskredit von 15.7 Millionen Franken für die Planung ab. Insgesamt sollen Sanierung und Neubau 147 Millionen Franken kosten, 81 Millionen trägt der Kanton.

Gemäldegalerie mit drei Gemälden an grauer Wand und nassem Boden.
Legende: Regenwasser im Ausstellungssaal: Weil Rohre leck sind, fliesst immer wieder Wasser in die Ausstellung. Kunstmuseum Bern

Die SVP sowie Vertreter von EDU und GLP haben das Referendum ergriffen. Eine Sanierung sei zwar nötig, aber nicht zu diesem Preis. «Mich stört, dass man die Architektur ins Zentrum stellt und nicht die Kunst», sagt GLP-Grossrat Beat Cattaruzza. «Statt teure Bauten zu erstellen, soll die Kunst hinaus zu den Leuten.»

Projekt «Eiger»

Box aufklappen Box zuklappen
Strassenszene mit modernen Gebäuden, Bäumen und Menschen, die gehen.
Legende: Mehr Platz für Kunst und Menschen: Das Projekt «Eiger» hat den Architekturwettbewerb gewonnen. Studio Blomen/Schmidlin Architekten

Das Projekt «Eiger» hat sich im Architekturwettbewerb durchgesetzt. Es sieht vor, das historische Gebäude – den Stettlerbau von 1879 – zu erneuern. Der Erweiterungsbau von 1983 soll einem Neubau weichen. Zudem soll das Nachbargebäude, das derzeit noch von der Kantonspolizei genutzt wird, in den Museumsbetrieb integriert werden.

Die Befürworter sagen, mit dem Bauvorhaben könne das Museum Wartungskosten und Energie sparen und in Zukunft ein wichtiges Kulturerbe bewahren. «Die Gemälde einfach an der Strasse als Standplatz aufzuhängen, ist keine Lösung», sagt SP-Grossrätin Oriana Pardini. «Das Kunstmuseum ist ein wichtiger öffentlicher Ort.»

Bei einem Ja zum Projektierungskredit will sich Medizinalpionier Hansjörg Wyss mit 30 Millionen Franken beteiligen.

Meistgelesene Artikel