Der Kanton St. Gallen subventioniert Kitas, Mittagstische und Tagesbetreuung jährlich mit zehn Millionen Franken. Das Geld wird den Gemeinden überwiesen, die ein Angebot zur Verfügung stellen müssen. Die Gemeinden entscheiden, wie sie das Geld weitergeben: mit Betreuungsgutscheinen, Rückerstattungen oder indem Kitas ihre Tarife senken können, weil sie Geld erhalten.
Neu soll das Geld direkt an die Betreuungseinrichtungen fliessen. Diese ziehen die Vergünstigung von der Monatsrechnung der Eltern ab. Wie hoch diese ausfällt, ist von Einkommen und Vermögen abhängig.
Auch Einrichtungen ausserhalb der Gemeinde nutzen
Das System wäre laut Befürwortern gerechter. Eltern sollen unabhängig vom Wohnort ein Minimum an Ermässigung erhalten.
Die Gemeinden würden in ihrer Autonomie eingeschränkt, lautet einer der Kritikpunkte. Und jene, welche die Kinder selbst betreuen, würden benachteiligt. Die St. Galler SVP hat gegen das überarbeitete Gesetz das Ratsreferendum ergriffen.