- Eine systematischere Kontrolle des Arbeitsmarktes und einen besseren Schutz der Rechte der Arbeitnehmer – dies fordert eine Volksinitiative im Tessin.
- Am 8. März entscheiden die Stimmberechtigten über die Vorlage gegen Lohndumping.
- Lanciert wurde die Initiative «Respekt für die Rechte der Arbeitnehmenden! Bekämpfen wir Lohn- und Sozialdumping» von der Partei «Movimento per il socialismo» (MPS).
Eine frühere Initiative von MPS zum Thema Lohndumping wurde im Jahr 2016 abgelehnt. Die neue Volksinitiative greift nach Angaben der Partei eine Reihe von Vorschlägen erneut auf und präzisiert sie. Unter anderem verlangt die Initiative eine «grundlegende Kontrolle des Arbeitsmarktes». Dazu soll das Tessiner Arbeitsinspektorat besser dotiert werden.
Konkret sieht die Initiative einen Inspektor für jeweils 5000 Arbeitnehmende vor. Zur Überprüfung der Einhaltung der Gleichstellungsgesetze soll eine spezielle Abteilung innerhalb des Arbeitsinspektorats eingerichtet werden.
Das Tessin gilt generell als Tieflohn-Kanton. Experten gehen davon aus, dass ein Grossteil der knapp 70'000 Grenzgänger im Tessin für einen sogenannten Tieflohn arbeitet. Am 1. Dezember 2021 wurde im Tessin ein Mindestlohn eingeführt.