- Das Bündner Bergdorf Brienz kann ab kommendem Montag wieder normal bewohnt und betreten werden.
- Das geltende Betretungsverbot und die Evakuierung wird nach 62 Wochen aufgehoben, teilte die Gemeinde Albula im aktuellen Bulletin zum Brienzer Rutsch am Donnerstag mit.
- Der Berg habe sich in den letzten Wochen stark beruhigt.
Für die Brienzerinnen und Brienzer ist es eine sehr gute Nachricht. Nach mehr als einem Jahr dürfen sie in ihre Häuser und Wohnungen zurück. Die neue Phase orange gilt ab Freitagnacht. Ab dann dürfen die Bewohnerinnen und Bewohner erstmals wieder im Dorf übernachten.
Monatelang war das Dorf durch einen Felssturz bedroht. Im letzten November donnerten Teile des Plateau Ost ins Tal und schoben die Schutthalde vor sich her. Ein Geologenteam hat die Daten der letzten Wochen ausgewertet. Der Berg habe sich stark beruhigt. «Die Situation ist nicht mehr gefährlich», sagt Christian Gartmann vom zuständigen Gemeindeführungsstab Albula/Alvra gegenüber SRF.
Die Leute freuen sich sehr auf die Rückkehr.
Ab Montag gilt für Brienz/Brinzauls GR dann Phase Grün. Das heisst: Das Betretungsverbot wird ganz aufgehoben. Auch für Aussenstehende. Die landwirtschaftlichen Flächen können laut Bulletin der Gemeinde wieder frei bewirtschaftet werden. Die Postautoverbindung der Linie 183 zwischen Lenzerheide und Davos verkehrt ab Montag wieder über Brienz.
Christian Gartmann hat bereits erste Reaktionen erhalten. «Die Leute freuen sich sehr auf die Rückkehr.» Ob bereits alle am Montag wieder zurückkehren, sei offen. Es brauche wohl etwas Zeit. Dann zeige sich auch, wie viele Menschen sich dauerhaft wieder im Bündner Bergdorf niederlassen.