- Für die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS soll ein Ort des Gedenkens entstehen.
- Fünf Walliser Persönlichkeiten haben dafür die Vereinigung «Mémorial» gegründet.
- Geplant sind eine Sammlung von Zeugenberichten sowie die Unterstützung von Projekten.
Die Vereinigung «Mémorial» hat in Lens VS, einer Nachbargemeinde von Crans-Montana, ihre Gründungsversammlung abgehalten. Initiantinnen und Initianten sind die zwei ehemaligen Schweizer Botschafter François Barras und Raymond Loretan, der frühere Walliser Kulturchef Jacques Cordonnier, der Architekt Pierre Pralong sowie Bérangère Primat, Direktorin der Stiftung Opale, einem Kunstzentrum in Lens.
«Erinnerung an das Ereignis bewahren»
Die Organisation wurde auf Anregung eines Angehörigen eines Opfers der Brandkatastrophe in Crans-Montana geschaffen. Aus Sicht der Gründer soll rasch ein «würdiger, schlichter und dauerhafter Gedenkort entstehen», der allen offensteht. Die Vereinigung will Bemühungen unterstützen, die dazu beitragen, «die Erinnerung an dieses Ereignis zu bewahren, weiterzugeben und eine gemeinsame Reflexion anzuregen», hiess es an der Gründungsversammlung.
Er soll Familienangehörigen, Freunden der Opfer, Bewohnern der Region und Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit bieten, gemeinsam zu trauern und die Erinnerung an die Verstorbenen wachzuhalten. Geplant sind unter anderem die Sammlung von Zeitzeugenberichten sowie die Unterstützung kultureller und pädagogischer Projekte.
Die Initianten wollen dabei mit Behörden, Institutionen und privaten Unterstützern zusammenarbeiten. Die Würde der Opfer und ihrer Angehörigen stehe im Zentrum aller Bemühungen. «Wir wollen nicht zulassen, dass die Gesichter, Geschichten und Zeichen der Solidarität, die aus dieser Tragödie hervorgegangen sind, in Vergessenheit geraten», erklärte die Vereinigung.
Beim Brand in der Bar «Le Constellation» kamen in der Silvesternacht 41 Menschen ums Leben, 115 weitere wurden verletzt.