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Brandkatastrophe Verein will Gedenkort für Opfer von Crans-Montana VS schaffen

  • Für die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS soll ein Ort des Gedenkens entstehen.
  • Fünf Walliser Persönlichkeiten haben dafür die Vereinigung «Mémorial» gegründet.
  • Geplant sind eine Sammlung von Zeugenberichten sowie die Unterstützung von Projekten.

Die Vereinigung «Mémorial» hat in Lens VS, einer Nachbargemeinde von Crans-Montana, ihre Gründungsversammlung abgehalten. Initiantinnen und Initianten sind die zwei ehemaligen Schweizer Botschafter François Barras und Raymond Loretan, der frühere Walliser Kulturchef Jacques Cordonnier, der Architekt Pierre Pralong sowie Bérangère Primat, Direktorin der Stiftung Opale, einem Kunstzentrum in Lens.

«Erinnerung an das Ereignis bewahren»

Die Organisation wurde auf Anregung eines Angehörigen eines Opfers der Brandkatastrophe in Crans-Montana geschaffen. Aus Sicht der Gründer soll rasch ein «würdiger, schlichter und dauerhafter Gedenkort entstehen», der allen offensteht. Die Vereinigung will Bemühungen unterstützen, die dazu beitragen, «die Erinnerung an dieses Ereignis zu bewahren, weiterzugeben und eine gemeinsame Reflexion anzuregen», hiess es an der Gründungsversammlung.

Er soll Familienangehörigen, Freunden der Opfer, Bewohnern der Region und Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit bieten, gemeinsam zu trauern und die Erinnerung an die Verstorbenen wachzuhalten. Geplant sind unter anderem die Sammlung von Zeitzeugenberichten sowie die Unterstützung kultureller und pädagogischer Projekte.

Gedenkstätte vor der Bar «Le Constellation» mit Kerzen, Blumen und einem gerahmten Bild.
Legende: In Crans-Montana soll ein Gedenkort für die Brandopfer der Silvesternacht eingerichtet werden. (Im Bild: die provisorische Gedenkstätte vor der Bar «Le Constellation», Juni 2026) KEYSTONE / Jean-Christophe Bott

Die Initianten wollen dabei mit Behörden, Institutionen und privaten Unterstützern zusammenarbeiten. Die Würde der Opfer und ihrer Angehörigen stehe im Zentrum aller Bemühungen. «Wir wollen nicht zulassen, dass die Gesichter, Geschichten und Zeichen der Solidarität, die aus dieser Tragödie hervorgegangen sind, in Vergessenheit geraten», erklärte die Vereinigung.

Beim Brand in der Bar «Le Constellation» kamen in der Silvesternacht 41 Menschen ums Leben, 115 weitere wurden verletzt.

Ehepaar Moretti möchte zwei Restaurants wiedereröffnen

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Das Ehepaar Jacques und Jessica Moretti, das im Zusammenhang mit dem Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana angeklagt ist, möchte zwei Gastronomiebetriebe wiedereröffnen. Laut ihren Anwälten der Kanzlei Hayat und Meier haben sie sich dabei verpflichtet, die Betriebseinnahmen an einen Verein zur Unterstützung der Opfer der Tragödie weiterzugeben.

Das Paar Moretti habe Schritte eingeleitet, um die derzeit geschlossenen Gastronomiebetriebe «Le Senso» in Crans-Montana und «Le Vieux-Chalet» in Lens wieder zu eröffnen, teilten die Anwälte mit. Das Vermögen des Ehepaars sei von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden. Die Wiederaufnahme der beiden Betriebe durch einen Mieter habe den Zweck, das Vermögen zu halten, statt in Konkurs zu gehen und damit eine Entschädigung an die Opfer verloren ginge, heisst es in der Medienmitteilung.

Die Wiedereröffnung der Lokale sei «keineswegs ein Affront gegen die Tragödie im ‹Constellation›, sondern eine solidarische Fortsetzung», schreiben die Anwälte als Antwort auf die zahlreichen negativen Reaktionen, die dieses Vorhaben hervorgerufen hat. Das Paar Moretti ist wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung und Brandstiftung angeklagt.

SRF 4 News, 2.7.2026, 20:00 Uhr ; 

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