- Ein 24-jähriger Schweizer hat zugegeben, in der Region Solothurn insgesamt 14 Brände gelegt zu haben.
- Bisher war man davon ausgegangen, dass der Feuerwehrmann für acht Brände verantwortlich sein könnte.
- Die Solothurner Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, über einen Zeitraum von zwei Jahren in Solothurn, Langendorf und Bellach Gebäude und Autos angezündet zu haben.
«Ob die tatverdächtige Person in Zusammenhang mit weiteren Brandfällen steht, ist Gegenstand laufender Ermittlungen.» Das hielt die Solothurner Kantonspolizei im Januar 2026 fest, als sie den mutmasslichen Brandstifter verhaftet hatte. Diese Ermittlungen haben nun ergeben, dass der Verdächtige für sechs weitere Brände verantwortlich sein soll.
Diese Brände ereigneten sich über einen Zeitraum von fast zwei Jahren, zwischen Anfang Februar 2024 und Mitte Januar 2026. Gebrannt hat es jeweils in Abbruchgebäuden oder Holzschöpfen, auch mehrere Autos wurden angezündet.
«Der Beschuldigte befindet sich nach wie vor in Haft», sagt Conny Brand, Mediensprecherin der Solothurner Staatsanwaltschaft, gegenüber SRF. Nicht bekannt ist, weshalb das Mitglied der Stadtsolothurner Feuerwehr die Brände gelegt haben könnte. «Motiv und Hintergründe sind nach wie vor Gegenstand der laufenden Ermittlungen.» Der 24-jährige mutmassliche Brandstifter war nach dem Brand im Januar 2026 festgenommen worden.
Auffallend viele Brandstiftungen
In der Region Solothurn häufen sich in den letzten Jahren die Brandserien. Angefangen mit dem «Wasserämter Brandstifter», der vom Solothurner Obergericht im Januar wegen zwölffacher Brandstiftung im Jahr 2022 verurteilt wurde. Diese Serie hatte in der Region für grosse Verunsicherung gesorgt. Der heute 36-jährige Verurteilte war ebenfalls Mitglied einer Feuerwehr. Er beteuert trotz vieler Indizien seine Unschuld.
Brände in Langendorf und Bellach
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Bild 1 von 5. Am 15. Januar brannte in Bellach ein Holzschopf. Nach dem Brand wurde ein 24-jähriger Feuerwehrmann festgenommen. Bildquelle: Kantonspolizei Solothurn.
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Bild 2 von 5. Am 29. Dezember brannte es zum zweiten Mal auf dem sogenannten Delta-Areal in Langendorf. Bildquelle: Kantonspolizei Solothurn.
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Bild 3 von 5. Am 14. Dezember brannten drei Autos an drei verschiedenen Strassen in Langendorf. Ersten Ermittlungen zufolge ging die Polizei bei allen von Brandstiftung aus. Bildquelle: Kantonspolizei Solothurn.
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Bild 4 von 5. Trotz des raschen Löscheinsatzes der Feuerwehren Langendorf und Solothurn erlitten alle drei Fahrzeuge einen Totalschaden. Bildquelle: Kantonspolizei Solothurn.
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Bild 5 von 5. Am 5. Dezember brannte bei einem Mehrfamilienhaus in Langendorf ein «Toi-Toi-Häuschen». Bildquelle: Kantonspolizei Solothurn.
Die nun ermittelte Serie zählt 14 Brände in den Jahren 2024 bis 2026. Der 24-jährige mutmassliche Brandstifter war bei der Feuerwehr der Stadt Solothurn aktiv. Für ihn gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.
Erst kürzlich hat die Polizei mitgeteilt, dass sie beim Brand auf einem Bauernhof in Zuchwil im Dezember 2025 ebenfalls von Brandstiftung ausgeht. Ein Zusammenhang mit einem kürzlichen Brand in Zuchwil wird geprüft. Auch dieser war vermutlich gelegt worden.