- Die Türen des Busses, der vergangenen Dienstag vollständig ausbrannte, haben sich normal geöffnet.
- Weil das Feuer aber während der Fahrt ausbrach, konnten die Türen erst nach dem vollständigen Halt geöffnet werden.
- Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft haben zudem ergeben, dass sich zum Unglückszeitpunkt drei Passagiere verletzt aus dem Bus retten konnten.
Die Staatsanwaltschaft hat weitere Details zum Drama veröffentlicht, das sechs Menschenleben forderte. Den Angaben nach befanden sich neun Personen im Fahrzeug, als das Feuer am Dienstag, 10. März 2026, gegen 18:25 Uhr in Kerzers FR ausbrach: Der Chauffeur, sieben Passagiere und der mutmassliche Täter.
Die endgültige Bilanz beläuft sich auf sechs verstorbene Personen – darunter der Täter. Drei Passagiere konnten sich laut Polizei verletzt aus dem Bus retten. «Darunter befindet sich eine 56-jährige Frau, die weiterhin in kritischem Zustand im Spital liegt. Ausserdem wurden zwei Personen ausserhalb des Busses beim Versuch, den Opfern zu helfen, leicht verletzt», schreibt sie in der Mitteilung. Eine Passagierin schwebt weiterhin in kritischem Zustand.
Die Leichname der Toten seien nach Abschluss der Identifizierungsmassnahmen und der rechtsmedizinischen Autopsien am vergangenen Donnerstag den Familien übergeben worden.
Türen öffneten sich erst nach Stillstand
Die technischen Feststellungen hätten gezeigt, dass der Bus mit zwei Passagiertüren ausgestattet war. «Diese öffneten sich normal, als das Fahrzeug zum Stillstand kam. Da das Feuer während der Fahrt ausbrach, konnten sich die Türen erst beim vollständigen Halt des Busses öffnen», teilte die Kantonspolizei weiter mit.
Zum Täter gibt es keine weiteren Erkenntnisse. So seien die «tieferen Gründe, die ihn zu dieser Tat mit fatalen Folgen für mehrere Personen bewogen und gleichzeitig seinem eigenen Leben ein Ende setzten, zum jetzigen Zeitpunkt unbekannt». Es werde von einem erweiterten Suizid ausgegangen.
Die Strafuntersuchung werde unter der Leitung der Staatsanwaltschaft fortgesetzt, um die genauen Umstände dieses Ereignisses zu klären.
Postauto-Fahrpersonal gedenkt der Opfer
Zahlreiche Postauto-Fahrerinnen und -Fahrer haben schweizweit der Opfer des verheerenden Busbrands von Kerzers gedacht.
Im Rahmen einer freiwilligen Schweigeminute hielten sie Fahrzeuge an und taten ihre Solidarität mit dem Dreiklanghorn oder der Hupe kund.
Trotz der Freiwilligkeit ging die Post davon aus, dass sich die Mitarbeitenden nach Möglichkeit an der Aktion um 14 Uhr beteiligt haben. «Denn auch aus den Reihen des Fahrpersonals kam die Idee der Gedenkminute auf», hiess es bei der Medienstelle auf Anfrage.