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Diskurs um AKW-Neubauten Initiative «Blackout stoppen» ist vorerst vom Tisch

  • Die Initiantinnen und Initianten der Volksinitiative «Jederzeit Strom für Alle» – auch bekannt als «Blackout»-Initiative – ziehen ihre Initiative vorläufig zurück.
  • Das Stimmvolk könne sich voraussichtlich im nächsten Jahr zur Frage äussern, ob AKW-Neubauten in der Schweiz wieder zugelassen werden sollen, begründet das Komitee seinen Schritt.
  • Das Parlament hatte einen indirekten Gegenvorschlag zur Initiative beschlossen. Links-grüne Kreise kündigten darauf ein Referendum gegen die Pläne an. Deshalb gilt ein Urnengang als wahrscheinlich.

Voraussichtlich am 28. Februar 2027 werde über die vom Parlament beschlossenen Gesetzesänderungen abgestimmt, die die Aufhebung des Kernkraftwerk-Verbots vorsehen.

Dieser indirekte Gegenvorschlag erfülle das Kernanliegen der Initiative, schrieb der Energie Club Schweiz, der hinter der Blackout-Initiative steht.

Kühlturm und Strommasten in einem Feld mit Pflanzen im Vordergrund.
Legende: Die Volksinitiative «Blackout stoppen» zielt letztlich darauf ab, das 2017 vom Stimmvolk beschlossene Neubauverbot von Kernkraftwerken wieder aufzuheben. Im Bild: Der Kühlturm des Kernkraftwerks Gösgen. KEYSTONE/Gaetan Bally

Zwei weitere Anliegen der ursprünglichen Initiative fielen mit dem Rückzug indes weg. Es seien einschränkende Bestimmungen für Gaskraftwerke und die Festlegung der Verantwortung des Bundes für die Stromversorgung. Diese Themen hätten die Abstimmung überladen, findet der Energie Club.

Dennoch spielten die beiden Anliegen in der Abstimmung eine wichtige Rolle. Mit der das Klima schonenden Kernkraft könne eher auf schädliche Gaskraftwerke verzichtet werden. Und mit der Planung neuer Kernkraftwerke übernehme der Bund das Zepter für eine sichere Stromversorgung im Winter, wenn der Strombedarf steige.

Die als Gegenvorschlag zur Initiative beschlossenen Änderungen im Kernenergiegesetz setzten Bürgerliche im Parlament durch. Links-grüne Kreise kündigten umgehend ein Referendum gegen diese Pläne an. Damit gilt ein Urnengang als sicher.

SRF 4 News, 29.06.2026, 14 Uhr ; 

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