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Explosion in Illnau-Effretikon Nach dem grossen Knall: Was bisher bekannt ist

Der Sprengstoffunfall vom Mittwoch war bis nach Zürich und Winterthur spür- und hörbar und richtete grossen Schaden an. «Irgendetwas ist schiefgelaufen», sagt nun die Betreiberin. Ein Überblick über die Situation.

Was ist passiert? Kurz nach 13 Uhr am Mittwoch begann eine private Sprengfirma auf dem Gelände der Versuchs- und Schulungsanlage Tätsch im Weiler Luckhausen in Illnau-Effretikon damit, mehrere hundert Kilogramm Sprengmittel zu vernichten. Auf dem Gelände werden vor allem Kurse zu Sprengtechnik und Brandschutzübungen durchgeführt. Die Sprengmittel, die eigentlich hätten abbrennen sollen, explodierten jedoch. Der Erdbebendienst registrierte den lauten Knall um 13.07 Uhr als Explosion.

Wer kam zu Schaden? Vor Ort entstand ein Krater mit mehreren Metern Durchmesser. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Die Druckwelle war weitherum zu spüren und führte zu grösseren Schäden an mehreren Gebäuden und Unterständen auf dem Gelände. Bei den Verletzten handelte es sich um zwei Mitarbeiter der betroffenen Firma. Sie wurden vor Ort medizinisch betreut.

Wie hoch ist der Sachschaden? Beziffern lässt sich der Schaden laut der Kantonspolizei Zürich noch nicht. Bis Donnerstagvormittag seien über 70 Meldungen eingegangen. «Der Sachschaden lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen», sagt Alexander Renner von der Kantonspolizei Zürich gegenüber SRF. Offenbar sind Türen, Fenster, Dächer, Mauern – und sogar ein Aquarium – nach dem Sprengstoffunfall beschädigt worden. Und das im Umkreis von bis zu zehn Kilometern um den Ereignisort.

Weiterhin Schäden melden

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Die Kantonspolizei Zürich weist in ihrer Mitteilung darauf hin, dass Schäden, die in Zusammenhang mit der Explosion entstanden sind, zu melden sind. Die Telefonnummer lautet 058 648 48 48.

Was passiert weiter auf dem Gelände? Die Kantonspolizei Zürich setzt die Arbeiten am Schadensplatz auf dem Sprenggelände Tätsch laut einer Mitteilung fort. Am Mittwoch seien bei der Spurensicherung noch weitere Explosivstoffe sichergestellt worden, die nicht abtransportiert werden können. Derzeit würden Spezialisten des Zürcher Entschärfungsdiensts des Forensischen Instituts Zürich diese in mehreren Tranchen an Ort und Stelle vernichten. «Deshalb sind wahrscheinlich weitere Explosionen in der Umgebung hörbar», sagt Alexander Renner. Wie lange die Arbeiten andauern werden, kann die Polizei derzeit nicht abschätzen. Das Gelände Tätsch und die Umgebung seien aus Sicherheitsgründen abgesperrt.

Grosser Schaden nach der Explosion in Illnau ZH

Was sagt die Betreiberin der Anlage? «Irgendetwas ist schiefgelaufen, aber was und wie genau, kann ich nicht sagen», sagt Beat Müller, Präsident der Genossenschaft Tätsch, die die Anlage betreibt. So etwas habe es in 60 Jahren noch nie gegeben. In einer Mitteilung vom Donnerstagnachmittag schreibt die Genossenschaft: «Mit grossem Bedauern haben wir von der Explosion auf unserer Versuchs- und Schulungsanlage Tätsch gehört.» Die Anlage existiert laut Angaben der Genossenschaft seit 1964. Beteiligt seien verschiedene Organisationen, Unternehmen und Privatpersonen aus den Bereichen gewerbliche Sprengtechnik, Brandschutz, Arbeitssicherheit und Polizei, darunter auch das heutige Forensische Institut Zürich.

Wer nutzt die Anlage? Das Sprenggelände Tätsch könne von den Genossenschaftern genutzt oder von Dritten gemietet werden, heisst es in der Mitteilung. Am Mittwoch handelte es sich offenbar um eine eingemietete Firma, die die Sprengung durchgeführt hat. Sprengstoff wird laut Beat Müller etwa von grossen Firmen eingesetzt, die tiefe Baugruben machen und den Hang sichern müssen.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 26.2.2026 , 12:03 Uhr ; 

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