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Folgen der Brandkatastrophe Nachfrage nach Feuerlöschern und Rauchmeldern spürbar angestiegen

  • Das tragische Unglück in Crans-Montana bringt die Schweizerinnen und Schweizer offenbar dazu, beim Thema Brandschutz aufzurüsten.
  • Mehrere Unternehmen schreiben auf Anfrage von SRF, eine teils deutliche Zunahme der Nachfrage festzustellen.

Der Onlinehändler Digitec Galaxus schreibt etwa, dass seit Jahresbeginn achtmal so viele Feuerlöscher gekauft wurden wie im Vorjahreszeitraum. Mit «profibedarf.ch» meldet ein weiterer Onlineshop einen markanten Anstieg. Man spüre zudem, dass Beratungen zu Brandschutzprodukten stärker gefragt seien als sonst.

Auch Obi Schweiz meldet in den vergangenen Tagen höhere Absatzzahlen bei Feuerlöschern, Brandmeldern und Gefahrenmeldern. Jumbo hingegen vermeldet «keine signifikant erhöhte» Nachfrage.

Mann mit Feuerlöscher löscht kleines Feuer im Freien.
Legende: Nach dem Unglück in Crans-Montana melden Verkäufer von Brandschutzprodukten einen teils starken Anstieg der Nachfrage. IMAGO/Cavan Images (Symbolbild)

Auch Firmen, die sich auf Brandschutz spezialisieren, spüren eine grössere Nachfrage, wie beispielsweise die Minimax AG mit elf Filialen in der Schweiz und Hauptsitz in Dübendorf. Sowohl die Anzahl an Anfragen als auch effektive Bestellungen haben in diesen Tagen «signifikant» zugenommen, teilt Geschäftsleitungsmitglied Silvan Betschart gegenüber SRF mit.

Besonders die Filiale in Visp VS erhalte aktuell sehr viele Anfragen, und auch Gastronominnen und Gastronomen würden sich im Moment stärker für Brandschutz interessieren, stellt Betschart fest.

Ähnlich tönt es bei der Brandschutzfirma Primus AG aus Lyss. Gerade aus dem Wallis und dem Kanton Waadt stelle man eine grössere Nachfrage als sonst fest. Und: Es würden aktuell auffällig viele Feuerlöscher zu Wartungszwecken gemeldet. Möglicherweise, weil viele den Feuerlöscher längere Zeit nicht gewartet haben, und dies nun nachholen

Roter Feuerlöscher an weisser Wand in Tiefgarage.
Legende: Er ist aktuell gefragter als sonst – der Feuerlöscher. KEYSTONE / Christian Beutler

Die erhöhte Nachfrage nach Produkten stamme sowohl von Privatpersonen als auch von Firmen, schreibt die Primus AG. Aufgefallen sei auch, dass sich viele Fasnachtslokale melden und um Unterstützung bitten.

Erhöhtes Interesse an Fragen rund um den Brandschutz in Bern

Box aufklappen Box zuklappen

Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana spürt die Berner Gebäudeversicherung einen erhöhten Beratungsbedarf im Hinblick auf Brandsicherheit in Clubs und Nachtlokalen. Sie hat deshalb die wichtigsten Informationen zusammengestellt und an Gemeinden, Verbände und Betriebe verschickt.

Die Informationen sind auch auf der Informationsplattform «heureka.ch» aufgeschaltet, wie die Gebäudeversicherung Bern (GVB) am Mittwoch mitteilte. Weil aktuell der Beratungsbedarf gross ist, findet sich auf der Informationsplattform auch ein Verzeichnis mit Planungs- und Beratungsbüros für Brandschutz.

Parallel dazu arbeitet die GVB nach eigenen Angaben an einem spezifischen Schulungsmodell für die Praxis. Dieses soll spätestens im April bereitstehen.

Die GVB rief in ihrer Mitteilung in Erinnerung, dass die Verantwortung für die Einhaltung der Vorschriften bei der Eigentümer- und Betreiberschaft liege. Diese sei verpflichtet, den sicheren Betrieb ihrer Lokale zu gewährleisten. «Diese Eigenverantwortung gilt unabhängig von Kontrollen und auch für Betriebe mit anderen Nutzungen», heisst es dazu in der Mitteilung.

Das gleiche Bild zeigt sich bei der im Brandschutz tätigen Firma Abrifeu SA in Riddes bei Sitten. Auch sie hatte in den letzten Tagen viel zu tun: «Seit 3 Tagen sind Brandschutzgeräte extrem beliebt», sagt der Technische Leiter Pierre-Alain Cottier.

Eine so hohe Nachfrage gebe es selten. Auch würden derzeit viele Feuerlöscher zur Wartung gebracht. Sowohl Privatpersonen als auch Cafés und Restaurants würden sich melden.

Schweiz aktuell, 7.1.2026, 19 Uhr ; 

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