Trotz des historischen Schweizer Ausscheidens im WM-Viertelfinal dauert auch hierzulande die WM noch bis Sonntagabend. Kollektiv kann und konnte man die 104 WM-Spiele an Public Viewings geniessen. Hat diese hohe Zahl an Spielen den Umsatz befeuert? Oder haben spätnächtliche Anspielzeiten die Bilanz verhagelt?
Mitgelitten, mitgebibbert, mitgejubelt haben die Zuschauenden unter anderem beim Public Viewing in der Waaghaus-Arena in der Stadt St. Gallen. «Die Schweizer Spiele waren alle immer rappelvoll», sagt Veranstalter Sebastian Thoma.
Das Publikum war viel jünger als erwartet
In Zürich wurden zum Beispiel in der Maag Halle die Spiele gezeigt. Aber: Obwohl es die grösste WM aller Zeiten war, wurden dort weniger Spiele gezeigt als sonst. Nur die Schweizer Spiele und die K.-o.-Phase gab es zu sehen. Dennoch seien ganz viele Leute gekommen, sagt Cyril Schneider, Verantwortlicher der Public Viewings der Maag Halle. «Das Publikum war viel jünger als erwartet. Dementsprechend konnten wir eine neue Masse begeistern.»
Spielzeiten in der Nacht waren kein Problem
In der Bundeshauptstadt Bern konnte das Publikum unter anderem beim Summer Beach Bern die Spiele verfolgen. Die späten Spielzeiten mitten in der Nacht, seien im Vergleich zu den vergangenen Turnieren kein grosser Nachteil gewesen, sagt Beat Hofer vom Summer Beach Bern.
«Schon bei früheren Turnieren hat es Spiele am Nachmittag gegeben, also zu Zeiten, bei denen die meisten Leute bei der Arbeit sind.» Deshalb sei das gar nicht so schlimm gewesen. Im Gegenteil: Es könnte für den Summer Beach Bern sogar das erfolgreichste Public Viewing aller Zeiten werden.
Die Public-Viewing-Betreiberinnen und -Betreiber haben wohl auch gebibbert und gelitten, am Ende scheinen sie nun dank des schönen Wetters und der erfolgreichen Nati aber auch jubeln zu dürfen.