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Gemeinde gibt grünes Licht Trinkwasser in Stettfurt TG ist nicht mehr verunreinigt

  • Die Gemeinde Stettfurt im Kanton Thurgau hebt ihr Trinkwasserverbot per sofort auf.
  • Laut Mitteilung der Gemeinde konnten keine Fäkalbakterien mehr nachgewiesen werden.
  • Zehn Tage lang war das Stettfurter Leitungswasser verunreinigt.

Die Thurgauer Gemeinde Stettfurt gibt Entwarnung. Das Leitungswasser kann wieder bedenkenlos getrunken werden. Laut kantonalem Labor mache das Wasser nicht mehr krank. Während der letzten und diese Woche hatten zahlreiche Personen über Magen-Darm-Beschwerden geklagt.

Einen kleinen Hinweis gibt die Gemeinde ihrer Bevölkerung noch mit auf den Weg: Bevor erstmals Wasser aus dem Hahn getrunken werde, müsse man die Hauszuleitung spülen – die Behörden liefern hierfür eine Anleitung mit.

Frauen greifen nach Wasserpacks
Legende: Wasser schleppen ist vorbei: Die Stettfurter Bevölkerung kann wieder Wasser aus dem Hahn trinken. SRF

Gemeindepräsident Markus Bürgi ist erleichtert: «Die letzten zehn Tage waren intensiv und zum Teil auch belastend.» In einem nächsten Schritt arbeitet die Gemeinde die Geschehnisse nun auf. Wer haftet und schliesslich den Schaden bezahlt, ist noch unklar. «Wir müssen die rechtlichen Fragen nun angehen.»

Gemüsebetrieb am Ursprung für Verschmutzung

Analysen haben ergeben, dass verunreinigtes Wasser eines Bachs ins Leitungsnetz gelangt ist. Es stammt vom Gemüsegrossbetrieb Gamper, der für die Wasserentnahme eine Lizenz besitzt. Mit dem Wasser werden unter anderem Aussenplätze und Maschinen gereinigt.

Dass es auf dem Gemüsehof zur Verunreinigung kam, steht laut Kanton und Gemeinde ausser Zweifel. Die Installationen für das Bach- sowie für das Trinkwasser liegen laut Gemeindepräsident Markus Bürgi nahe beieinander.

Die Gemeinde verordnete den Einbau eines Trennsystems. Dieser ist mittlerweile erfolgt. So sollen sich Bach- und Trinkwasser nicht mehr vermischen. Gemeindepräsident Bürgi sagt: «Den konkreten Vorgang, wie das alles passiert ist, können wir nach wie vor nicht benennen.» Die Abklärungen laufen weiter.

Gemeinden will Lehren ziehen

Der Kanton Thurgau kündigte bereits an, Anzeige erstatten zu wollen. Zum genauen Inhalt gibt es keine weiteren Angaben. Auch die Gemeinde prüft laut Gemeindepräsident Bürgi diesen Schritt: «Für mich steht die Strafverfolgung aber nicht im Vordergrund, sondern dass wir daraus Lehren ziehen.»

Mann
Legende: Gemeindepräsident Markus Bürgi und seine Gemeinde haben aufreibende Tage hinter sich. SRF

Dazu gehöre zum einen eine Analyse der getroffenen Massnahmen. Zum anderen will die Gemeinde die Sicherheit des Leitungsnetzes genau unter die Lupe nehmen.

Regionaljournal Ostschweiz, 26.2.2026, 17:30 Uhr ; 

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