Die aktuellste Herausforderung für den Flughafen Zürich ist der Krieg im Nahen Osten. Seit dem 28. Februar wurden insgesamt 143 Flüge annulliert, wie der Flughafen auf Anfrage von SRF schreibt. Dies, weil diverse Flughäfen in der betroffenen Region geschlossen waren.
Angespannte Standplatzsituation
Zudem mussten mehrere Flugzeuge von Airlines aus dem Nahen Osten ausserplanmässig in Zürich bleiben. Zwischenzeitlich standen bis zu fünf zusätzliche Langstreckenflugzeuge von Emirates, Etihad, Qatar Airways und El Al in Zürich. Aktuell sind es nur noch drei solcher Flugzeuge. Zwar sei die Standplatzsituation dadurch etwas angespannt, schreibt der Flughafen, der Betrieb laufe aber stabil.
«Wir müssen aktuell sehr dynamisch planen», sagt Flughafen-CEO Lukas Brosi am Dienstag an der Bilanzmedienkonferenz gegenüber SRF. Heute erwarte der Flughafen Zürich Flüge aus dem Nahen Osten, die Swiss hingegen habe ihre Flüge nach Dubai bis am 15. März sowie jene nach Tel Aviv bis am 22. März ausgesetzt.
Auf die Frage, ob Zürich als Zwischenstopp-Destination mit mehr Passagieren rechnen könne wegen der unsicheren Lage in den Golfstaaten, sagt Brosi: «Ich gehe davon aus, dass die Situation im Nahen Osten in diesem Jahr eher einen negativen als einen positiven Einfluss haben wird auf den Flughafen Zürich.» Allerdings werde es Veränderungen geben bei der Wahl der Flugrouten. Ob dies längerfristig ein Vor- oder ein Nachteil sei für Zürich, sei heute noch nicht abschätzbar.
Grundsätzlich blickt der Flughafen Zürich zufrieden auf das vergangene Jahr zurück: 2025 war ein Rekordjahr, was die Passagierzahlen, aber auch den Umsatz, den Betriebsgewinn und den Gewinn betrifft. Der Umsatz stieg um 3 Prozent auf 1.4 Milliarden Franken. Nebst den vielen Passagierinnen und Passagieren hätten auch das Immobiliengeschäft sowie die internationalen Beteiligungen dazu beigetragen, sagte CEO Lukas Brosi.