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Kundgebungen in Luzern Demonstration von «Mass-Voll» und Gegendemonstration in Luzern

Die Kundgebungen mit mehreren Hundert Personen von und gegen «Mass-Voll» in Luzern verlaufen friedlich.

Auf dem Kurplatz in Luzern haben sich mehrere Hundert Personen zu einer Demonstration der Organisation «Mass-Voll» versammelt. Der Demonstrationszug bewegte sich kurz nach 15 Uhr vom Kurplatz auf den Weg Richtung Altstadt und hielt kurz bei der Jesuitenkirche.

Mehrere hundert Personen liefen bei der Demonstration mit, schätzt ein Reporter von SRF. Zuvor hörten die Teilnehmenden EU-kritische Reden, die sich gegen das Vertragspakets der EU mit der Schweiz (Bilaterale III) richteten.

Zur Kundgebung werden Angehörige von rechtsradikalen Parteien aus Ungarn und Bulgarien erwartet. Mindestens ein bekanntes Mitglied der rechtsextremem Organisation Junge Tat war anwesend.

Aktive Gegenveranstaltung

Gleichzeitig hat ein Bündnis von linken Parteien und dem 1.-Mai-Komitee zu einer Gegenkundgebung aufgerufen. Sie versammelten sich um 15 Uhr auf dem Europaplatz auf der anderen Seite des Sees.

Sie hörten Reden zu und sangen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort beobachtete. Eine Rednerin warnte vor einem Wiedererstarken des Faschismus. An der Gegendemonstration nahmen auch die linksextreme Antifa und «Omas gegen rechts» teil.

Mit einer Petition hatten die Grünen den Entzug der Bewilligung für «Mass-Voll» verlangt. Die SP sah für die Stadt Luzern die Gefahr, «zum Aufmarschort von Rechtsextremen» zu werden, wie sie Ende April mitteilte.

Friedlicher Verlauf

Die Demonstration und die Gegenkundgebung in Luzern sind bewilligt.

An der «Mass-Voll»-Demo in Luzern waren Vertreter rechtsextremer Organisationen angekündigt. Der Präsident der Bewegung, Nicolas Rimoldi, sagte vorab, dass Gruppierungen aus Ungarn und Bulgarien anreisen werden. Ebenso sei mit der Organisation Junge Tat zu rechnen. «Wir arbeiten mit allen zusammen, bei denen wir in der Sache einig sind», sagte Rimoldi zu den CH-Media-Zeitungen.

Im Februar hatte ein Demonstrationszug von «Mass-Voll» in St. Gallen eine Polizeisperre durchbrochen und es kam zu Scharmützeln. Damals liefen Mitglieder der rechtsextremen Gruppierung Junge Tat bei der Demonstration mit.

Regionaljournal Zentralschweiz, 9.5.2026, 17:30 Uhr ; 

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