- Die Schweiz und Marokko wollen künftig Rückführungen beschleunigen.
- Vertreter von beiden Ländern haben sich am Freitag in der marokkanischen Hauptstadt Rabat getroffen und eine entsprechende Vereinbarung verabschiedet.
- Künftig sollen Personen mit unbefugtem Aufenthalt schneller identifiziert und rückgeführt werden können, wie das Schweizer Staatssekretariat für Migration (SEM) mitteilte.
Bisher dauerte die Identifikation von abgewiesenen Asylsuchenden im Schnitt über fünf Monate. In Zukunft soll sie nur noch rund 30 Tage dauern, wie SEM-Mediensprecher Daniel Bach bestätigte. Auch Ersatzreisedokumente sollen deutlich schneller ausgestellt werden.
Offiziell wurde die Vereinbarung noch nicht unterzeichnet. Sie muss erst durch den Bundesrat. Abgeschlossen wurde die Vereinbarung vom Schweizer Staatssekretär für Migration Vincenzo Mascioli und Marokkos Direktor für Migration und Grenzüberwachung Khalid Zerouli.
Zudem sieht die Vereinbarung auch vor, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu stärken.
Bereits im April hiess es, Bern und Rabat hätten Gespräche aufgenommen, um die Rückübernahmeverfahren zu verbessern, als Bundesrat Ignazio Cassis und dessen marokkanischer Amtskollege Nasser Bourita in Bern anlässlich eines Besuchs Bouritas schwerpunktmässig über Migration sprachen.