- Die SRG konkretisiert Sparmassnahmen von 80 Millionen Franken für das Jahr 2027. Diese werden hauptsächlich durch strukturelle und prozessuale Anpassungen erzielt.
- Rund 95 Prozent der Einsparungen werden intern realisiert, um das Programm des Senders bestmöglich zu schützen.
- Das übergeordnete Ziel, bis 2029 270 Millionen Franken einzusparen, bleibt bestehen. Trotzdem sind mittelfristige Auswirkungen auf die Programmgestaltung unvermeidlich.
Die SRG SSR treibt ihre Transformation «Enavant» voran, um sich digitaler, agiler und effizienter aufzustellen. Im Zuge dessen konkretisiert der Schweizer Service-public-Sender die Sparmassnahmen für das Jahr 2027, die sich auf 80 Millionen Franken belaufen.
Dieser Betrag ist tiefer als ursprünglich geplant, was unter anderem auf stabilisierte Werbeeinnahmen und kurzfristige Kostensenkungen zurückzuführen ist. Das übergeordnete Ziel, bis 2029 insgesamt 270 Millionen Franken einzusparen, bleibt jedoch bestehen.
Sparrunden werden vor dem Programm nicht Halt machen
Ein Grossteil der Einsparungen, rund 95 Prozent, wird durch strukturelle und prozessuale Anpassungen sowie effizientere Herstellungsweisen und Partnerschaften umgesetzt. Dazu gehören die Vereinfachung von Führungsstrukturen, der Abbau von Doppelspurigkeiten durch ein neues Organisationsmodell und die Optimierung von Immobilienflächen, wie etwa eine Standortverschiebung in Bern.
Auch die Reduktion von Gremien und die Bündelung der Produktionsplanung tragen zu den Effizienzsteigerungen bei. Generaldirektorin Susanne Wille betont, dass damit das Programm im Interesse des Publikums bestmöglich geschützt werden soll.
Keine Champions League mehr ab der Saison 2027/2028
Programmliche Anpassungen sind aber dennoch vorgesehen, fallen jedoch vergleichsweise gering aus. Beispiele hierfür sind eine stärkere Fokussierung in der Sportproduktion, einschliesslich des Verzichts auf eine Bewerbung für die Uefa Champions League ab der Saison 2027/28, sowie eine stärkere Gewichtung von Primetime-Inhalten auf den zweiten TV-Kanälen.