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Olympische Winterspiele 2038 Schweiz als Gastgeberin auf Kurs – Finanzierung bleibt Knackpunkt

  • Die Schweiz könnte in zwölf Jahren erneut Gastgeber der Olympischen Winterspiele werden.
  • Eine mögliche Kandidatur für 2038 erfährt breite Unterstützung von Bund und Kantonen, doch insbesondere die Finanzierungsfrage wirft weiterhin kritische Fragen auf.

Der Bundesrat hat bereits seine Unterstützung für eine entsprechende Kandidatur signalisiert. Auch die Kantone zeigen sich in der Vernehmlassung grundsätzlich wohlwollend gegenüber dem Projekt, wie aus den jüngsten Rückmeldungen hervorgeht.

Besonders gelobt wird das dezentrale Konzept, das vorsieht, die Spiele über das ganze Land zu verteilen und dabei auf bereits bestehende Sportinfrastruktur zu setzen. Dies wird als Chance für den Schweizer Sport, den Tourismus und den gesellschaftlichen Zusammenhalt gesehen, wie der Kanton Bern explizit betont.

Finanzierung im Fokus der Kritik

Trotzdem gibt es einen zentralen Kritikpunkt: die Finanzierung. Das Konzept sieht zwar vor, dass der Grossanlass überwiegend privat getragen und auch eine Defizitgarantie von Privaten übernommen werden soll. Allerdings müssten Bund und Kantone gemäss Plan jeweils 200 Millionen Franken zum Gesamtbudget beisteuern und zusätzlich die Sicherheitskosten übernehmen.

Genau dieser Punkt stösst bei einzelnen Kantonen auf Kritik. Sie fordern eine Beteiligung der Organisatoren an den Kosten für die Polizei. Insgesamt überwiegt jedoch das Wohlwollen der Kantone.

Olympiakandidaturen stiessen in der Schweiz historisch oft auf Widerstand. So scheiterte beispielsweise die Kandidatur «Bern-Montreux» für die Winterspiele 2010 im Jahr 2002 an der Urne.

SRF 4 News, 14.03.2026, 8 Uhr ; 

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