Die SP des Kantons Zürich stand am Donnerstag im Fokus, als ihr prominentes Mitglied, Ständerat Daniel Jositsch, seinen Austritt verkündete. Nun, einen Tag später, geht es bei der Partei um andere Wahlen: die der Regierung des Kantons Zürich im nächsten April.
Am Freitag hat die Zürcher SP ihre voraussichtlichen Kandidierenden präsentiert. Es sind Nationalrätin Priska Seiler Graf und der Winterthurer Stadtrat Nicolas Galladé. Ob die SP das Duo definitiv ins Rennen schickt, entscheiden die Delegierten am Parteitag Anfang Juli.
Die Geschäftsleitung will ein Zweierticket für den Regierungsrat präsentieren. Die SP möchte damit nicht nur ihren aktuellen Sitz von Regierungsrätin Jacqueline Fehr verteidigen, sondern auch einen zusätzlichen Sitz erobern.
Die Findungskommission zeigt sich in einer Mitteilung überzeugt, mit Seiler Graf und Galladé zwei geeignete Personen für die Wahlen gefunden zu haben. Die beiden verfügten über grosse Bekanntheit, politische Erfahrung und die Fähigkeit, Menschen über die Stammwählerschaft der Linken hinaus anzusprechen.
Mehrheit tritt nicht mehr an
In der Zürcher Kantonsregierung steht im nächsten Jahr ein grosser Wechsel an. Neben Jacqueline Fehr (SP) haben bereits Ernst Stocker (SVP), Carmen Walker Späh (FDP) und Silvia Steiner (Die Mitte) angekündigt, dass sie nicht mehr antreten.
Martin Neukom (Grüne) und Natalie Rickli (SVP) haben angekündigt, erneut anzutreten. Rickli hat gestern jedoch auch ihr Interesse an einem Sitz im Ständerat bekannt gegeben. Noch ist offen, was Regierungsrat Mario Fehr (parteilos) macht.